Faulheit: Diese Typen von Arbeitsverweigerern kennt jeder

Wir kennen sie alle: Sie sitzen vor ihren Rechnern und tippen fleißig. Sie kommen in der Früh pünktlich ins Büro. Sie arbeiten wie jeder andere Mitarbeiter auch. Sollte man meinen.

In Wirklichkeit sind Arbeitsverweigerer wahre Meister darin, so zu tun, als wären sie voll bei der Sache, während sie in Wirklichkeit Däumchen drehen und die Uhr beobachten, bis es Zeit ist, nach Hause zu gehen. Hier sind die häufigsten Typen von Arbeitsverweigerern.

Pixabay

1. Der (vemeintlich) Dumme

Dieser Typ von Arbeitsverweigerer ist schlauer, als man denkt. Er stellt sich nur dumm, um ja nicht mit komplizierten Aufgaben gestört zu werden. Lieber versteckt er sich hinter seiner vermeintlichen Einfältigkeit, arbeitet sein Tagwerk ab und geht dann sorgenfrei heim. Währenddessen sitzen Sie wahrscheinlich noch bis spätabends im Büro, um ein Großprojekt fertigzustellen. Der Dumme ist längt in einer Bar oder sitzt zuhause gemütlich vorm Fernseher.

Pixabay

2. Der Verplante

Zeitausgleich, Fenstertage, Omas Achtzigster, die Tochter hat ein Krippenspiel.. Der Verplante ist so gut wie nie im Büro anzutreffen, weil er zwei Strategien anwendet: Erstens weiß er ganz genau, wie er Feiertage nutzen kann, um noch mehr freie Zeit herauszuschlagen. Zweitens schafft er es, mit emotionalen Entschuldigungen regelmäßig früher das Büro zu verlassen, weil "die Tochter mal wieder wo auftritt". Wie viele Töchter hat er überhaupt?

Pixabay

3. Der Gestresste

Dieser Typ von Arbeitsverweigerer ist besonders dreist: Indem er so tut, als wäre er viel zu gestresst, um noch weitere Aufträge anzunehmen, schafft er es, fast nichts zu machen.

Seine Strategie: Kommentare murmeln à la: "Ich versinke mal wieder in Papierkram. Die Arbeit will nicht enden" oder spätabends noch eine E-Mail schicken (wahrscheinlich sowieso vom privaten Laptop), in der irgendein Nonsens für den nächsten Tag besprochen wird.

Pixabay

4. Der Verwirrte

"Oh, das hab ich übersehen..." ist ein typischer Satz, der nur vom Verwirrten kommen kann. Auch bei ihm ist alles mehr Schein als Sein. Er wusste ganz genau, dass das Projekt eine bestimmte Deadline hatte und die ist heute. Der Verpeilte weiß aber auch ganz genau, dass im Notfall das ganze Team zusammenhilft, um alles noch rechtzeitig zu schaffen. Heißt: Der Verpeilte kann sich wochenlang entspannt zurücklehnen und dann kurz vor Abgabe seine Kollegen die Drecksarbeit unter Zeitdruck machen lassen.

Pixabay

5. Der Multitasker

Dieser Arbeitsverweigerer hat - ähnlich wie der Gestresste - seine ganz eigene Art, um beschäftigter zu wirken, als er eigentlich ist. Indem er fünf Projekte gleichzeitig bearbeitet, macht er im Grunde genommen fast nichts, weil er "erst einmal Zeit braucht, um sich reinzudenken". Wenn dann die Nachfrage von Ihnen kommt, wie weit er mit dem Projekt schon ist, hat er die perfekte Ausrede parat: "Ich bin grad auch noch an zwei anderen Sachen dran, ich meld mich später bei dir". Übersetzung: "Welches Projekt?!"

Pixabay

6. Der Nein-Sager

Wenn Sie Hilfe brauchen, versuchen Sie es gar nicht erst beim Nein-Sager. Er lehnt Hilfestellung kategorisch ab - mit unglaublich kreativen Ausreden. Einfach Nein zu sagen wäre natürlich zu offensichtlich, deshalb schaut er betreten zu Boden, knirscht entschuldigend mit den Zähnen und haucht: "Ich würde so gerne, aber ich habe ein Meeting/eine Präsentation/einen Termin, auf das/die/den ich mich vorbereiten muss.." An ihm ist ein Schauspieler verlorengegangen.

Pixabay

7. Der Kaffeetrinker

Dieser Arbeitsverweigerer macht vielleicht ein bisschen was, wenn er mal in seinem Büro vorzufinden ist. Das ist er allerdings selten, da er meistens in der Kaffeeküche entspannt, um "Energie zu tanken". Er macht mehr Kaffeepausen als jeder Kettenraucher Raucherpausen. Praktischerweise für ihn vergeht dabei die Zeit recht schnell und er verlässt pünktlich abends - mit Koffeinschock - das Büro.

Pixabay

8. Der Kommunikationsfreudige

Auf deutsch: Der Ohne-Punkt-und-Beistrich-Redner. Er findet laufend Gründe, um zu seinen Kollegen hinüberzuschlendern und sie in ein noch so sinnloses Gespräch zu verwickeln. Dieses kann schnell mal eine halbe Stunde dauern. Danach findet er schon wen anderen, den er vollquasseln kann.

Pixabay

9. Der Übermüdete

In Japan und China ist es üblich, am Schreibtisch vor Erschöpfung einzuschlafen. Das signalisiert, dass man wirklich hart arbeitet. Hierzulande ist eher das Gegenteil der Fall:

Der Übermüdete gähnt lautstark und erfindet jeden Tag eine andere Geschichte, warum er wieder nicht genug Schlaf bekommen hat. Jetzt ist er natürlich viel zu erschöpft, um vernünftige Arbeit zu leisten und muss sich erst einmal regenerieren. Er trifft sich mit dem Kaffeetrinker in der Küche.

Pixabay

Wie Sie der Arbeitsverweigerung ein Ende setzen

Wenn Sie genug davon haben, Leidtragender zu sein, nur weil manche Mitarbeiter offensichtlich zu faul zum Arbeiten sind, sprechen Sie ein Machtwort. Bitten Sie den jeweiligen Arbeitsverweigerer direkt zum Gespräch und erklären Sie, wie Sie sich dabei fühlen, wenn die doppelte Arbeit auf Ihnen lastet. Falls das immer noch nicht funktioniert, können Sie noch härter durchgreifen und Ihrer eigenen Hilfsbereitschaft ein Ende setzen. Der Verwirrte, der Multitasker und der Verplante haben Ihre Hilfe schon lang nicht mehr verdient.

Die Ideen sind teilweise aus dem Blog von karriere.at entnommen.

Pixabay
Kommentar zu Artikel:

Wie man mit Arbeitsverweigerern umgeht

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.