Online-Handel bedroht österreichische Unternehmen

Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn im Einzelhandel nicht einiges getan wird, sagen Arbeiterkammer und Gewerkschaft der Privatangestellten.

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Online-Shopping wird immer beliebter, das ist kein Geheimnis mehr. Doch was bedeutet das für den stationären Einzelhandel?

"Derzeit werden rund zehn Prozent der Einzelhandelsumsätze im Internet getätigt", sagt Christoph Klein, Direktor der AK Wien. In zehn Jahren werde der Anteil schon bei 15 Prozent liegen. Besonders Klein- und Mittelunternehmen müssten in den Onlinehandel einsteigen. Arbeitnehmer laufen Gefahr, ihren Job zu verlieren. Bis 2020 könnten zwei bis vier Prozent der Arbeitsplätze im Handel wegfallen, sagt Klein.

Der Onlinehandel boomt

6,8 Milliarden Euro werden hierzulande im Distanzhandel umgesetzt. Dazu zählen Internet- und Versandhandel sowie Teleshopping. Mehr als die Hälfte davon bleibt nicht in Österreich, sondern fließt ins Ausland, sagt der AK-Direktor. Österreichische Händler hätten massive Wettbewerbsnachteile durch Steuerschlupflöcher und unterschiedliche Gewinnsteuersysteme.

Klein- und Mittelunternehmen stehen unter Druck 

Österreichische Händler müssen auf den Online-Zug aufspringen. Dieser sei nicht zu stoppen, sagt Klein. Fast alle großen Einzelhändler bieten ihre Waren mittlerweile auch online an. "Unter Druck kommen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen sowie nachrangige Einkaufstraßen", sagt der AK-Direktor.

Weiterbildung sichert Arbeitsplätze

Arbeitsplätze sind bedroht. Deshalb fordern die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft der Privatangestellten mehr Aus- und Weiterbildung von Handelsmitarbeitern. Erste Schritte seien bereits im neuen Gehaltssystem gesetzt worden. Zudem brauche es - auch aus Sicht der Wirtschaftskammer (WKÖ) und des Handelsverbands - von der Politik faire Spielregeln im Onlinehandel, wie etwa die Einführung digitaler Betriebstätten.

So können Unternehmen in den Onlinehandel einsteigen

Ein Anfang sind lokale Iniativen. Anita Palkovich, Wirtschaftsbereichssekretärin Handel in der GPA-djp, verweist auf den Online-Marktplatz der Post, "shöpping.at". Dieser ist eine regionale Alternative zu Shopping-Riesen wie Amazon, Zalando und Ebay. Der Erfolg der Plattform liege aber bisher "unter den Erwartungen", sagt Palkovich. Auch der Handelsverband spricht sich für eine Förderung regionaler Online-Plattformen aus.

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