Digitalisierung sorgt für Jobs im Finanzwesen

Finanzkräfte sind derzeit stark gefragt, Automatisierung fordert wieder mehr Soft Skills.

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Viele Unternehmen wollen in den nächsten 12 Monaten mehr Stellen im Finanz- und Rechnungswesen besetzen, Automatisierung sei Dank. Dabei werden die Finance-Teams mit Festangestellten und mit Zeitarbeitskräften verstärkt.

Das zeigt eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half unter 1103 Chief Financial Officers (CFOs) in Kontinentaleuropa und Großbritannien. Außerdem sorgen digitale Neuheiten für veränderte Anforderungen im Finanzbereich: Neben Hard Skills wie Datenanalyse und IT-Kompetenzen sind jetzt zunehmend Soft Skills gefragt.

Hoher Fachkräftebedarf dank Automatisierung

In den nächsten zwölf Monaten will fast die Hälfte der CFOs in Europa (49 Prozent) frei gewordene Festanstellungen nachbesetzen. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) plant, das Finanzteam mit zusätzlichen Fachkräften weiter auszubauen. Auch Zeitarbeitskräfte sind gefragt: Während mehr als ein Drittel (34 Prozent) frei gewordene Stellen neu besetzen will, planen 17 Prozent der CFOs, die Zahl ihrer temporären Mitarbeiter zu erhöhen.

Finanzexperten stehen auch vor neuen Herausforderungen. „Die Automatisierung in der Finanzabteilung verändert nicht nur die Rolle der CFOs selbst, sondern verlangt auch von den Mitarbeitern ein neues Skillset. Unternehmen sollten das in ihrer Personalplanung berücksichtigen“, sagt Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien. Routinetätigkeiten werden von Softwares übernommen. Damit haben Mitarbeiter mehr Zeit, sich auf die Analyse und Beratung zu konzentrieren, sagt Szvetecz.

Veränderte Anforderungen im Finanzbereich

Was genau sind die Kompetenzen, die derzeit gefragt sind? Fähigkeiten zur Datenanalzse und IT-Kompetenz werden natürlich gesucht, jeweils 37 und 36 Prozent der Befragten gaben diese als wichtig an. Allerdings gewinnen Soft Skills, also beispielsweise Strategieentwicklung, das Lösen von Problemen und unternehmerisches Denken jetzt mehr an Bedeutung.

Die digitalen Lösungen übernehmen bislang manuelle Aufgaben. Finanzfachkräfte übernehmen den intellektuellen Part. „Die Automatisierung eröffnet den Finanzabteilungen die Chance, ihren Beitrag zur unternehmerischen Wertschöpfung zu erhöhen. Die Datenverarbeitung übernehmen die Systeme. Die  Interpretation der Informationen sowie die Beratung und Kommunikation mit den internen Stakeholdern obliegt den Mitarbeitern. Soft Skills gehören dafür zum nötigen Rüstzeug“, sagt der Manager.

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