Führung: So werden Sie zum Chef

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Wenn Sie noch nicht so lang in einer Firma tätig sind, kennen Sie diese Situation vielleicht: Sie sitzen im Meeting und verstehen größtenteils nur Bahnhof. Selbst wenn Sie am Thema dran sind, sind Sie teilweise zu schüchtern, etwas zu sagen, um nichts falsch zu machen. Mit diesen Tricks wirken Sie so, als hätten Sie alles im Griff und können sogar ein bisschen Chef spielen.

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1. Der richtige Sitzplatz

Bewusst oder unbewusst gibt es im Meetingraum wahrscheinlich eine Hierarchie, wer wo sitzt. Der Chef am Vorsitz, seine Untertanen an beiden Längen. Je näher Sie beim Chef sitzen, desto mehr Autorität strahlen Sie aus. Also tauchen Sie möglichst früh im Konferenzraum auf und schnappen Sie sich den Sitz zu seiner Rechten - oder Linken, das ist irrelevant.

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2. Prozessmanagement

Wenn Sie dasitzen und bisher noch kein Wort gesagt haben, müssen Sie jetzt die Iniative ergreifen: Lehnen Sie sich gewichtig vor und fragen Sie in die Runde: "Nutzen wir hier den richtigen Prozess?" Diese Frage ist so vage, dass Sie damit eine hitzige Diskussion entfachen: Was ist überhaupt der richtige Prozess, was wird im Moment falsch gemacht, wo kann man ansetzen... Währenddessen lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Ihren Ruhm.

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3. Strategisches Unterbrechen

In jedem Meeting gibt es eine Person, die dem Rest der Belegschaft ein Update über die bisherigen Abläufe gibt. Wenn dieser Mitarbeiter anfängt zu reden, heben Sie den Zeigefinger, unterbrechen Sie ihn und sagen: "Kollegen, Thomas wird jetzt ein Update geben. Da müssen wir alle aufmerksam zuhören. Danke, Thomas, bitte mach weiter." Damit gewinnen Sie Dominanz über das Meeting.

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4. Am Puls der Zeit bleiben

Fragen Sie regelmäßig, wie viel Zeit noch für das Meeting bleibt und bitten Sie jeden, der spricht, sein Statement möglichst kurz zu halten. Wenn Sie an der Reihe sind, um die anderen über Ihr Vorankommen zu informieren, fragen Sie nochmals nach der Zeit. Wenn nur noch fünf Minuten übrig sind, sagen Sie, dass Sie eigentlich sechs brauchen. So lässt sich das Meeting vertagen.

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5. Richtig einbringen

Sprechen Sie über jedes Projekt, als wäre es ein gemeinsames, selbst wenn Sie nichts damit zu tun haben. In etwa so: "Lisa, wie stehen wir eigentlich mit der Bereichsanalyse da?" "Kerstin, haben wir schon mehr Informationen zum neuen Kunden?" Dadurch wirkt es so, als wären Sie an zehn verschiedenen Projekten beteiligt, obwohl Sie das in Wirklichkeit gar nicht sind.

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6. Knappe Ressourcen

Erinnern Sie alle Meeting-Teilnehmer daran, dass die Ressourcen begrenzt sind. Diese Aussage kann alles bedeuten. Wenig Zeit, wenig Geld, wenige Ideen.

Wirken Sie trotzdem vorausschauend und autoritär, wenn Sie das sagen? Ja, natürlich.

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7. Geheime Besprechung

Nach dem Meeting bitten Sie ein oder zwei Mitarbeiter, noch dazubleiben und über "eine wichtige Sache" zu sprechen. Diejenigen, die nicht eingeladen wurden, werden sich sofort fragen, worum es geht und warum sie ausgeschlossen wurden.

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8. Worte aus dem Mund nehmen

Sagen Sie, wie Ihrer Meinung nach der Vorstandsvorsitzende auf eine Idee reagieren würde. Erwähnen Sie dabei seinen vollen Namen. Dadurch wird es so wirken, als dürften Sie ihn duzen, aber trotzdem seinen Nachnamen zum besseren Verständnis dazusagen. Durch Ihre vermeintlich enge Beziehung zum Chef wird man Sie als seinen persönlichen Vertrauten ansehen. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Vorstandsvorsitzende nicht beim betreffenden Meeting dabei ist.

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9. Kritisch hinterfragen

Schon auf der Uni wird kritisches Denken geradezu eingeimpft. Im Job werden Sie ebenfalls autoritärer wirken, wenn Sie grundsätzlich jede Idee in Frage stellen. Besonders, wenn alle anderen Kollegen von einem Vorschlag begeistert sind, werden Sie umso mutiger wirken, wenn Sie als Einziger Kritik üben.

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10. Für die Ewigkeit festhalten

Machen Sie am Ende des Meetings Fotos von allem, was irgendwie beschriftet ist. Wenn eine Präsentation mittels PowerPoint gehalten wird, fotografieren Sie die Folien oder bitten Sie den Präsentierenden, Ihnen die PowerPoint per E-Mail zu schicken. Nach dem Meeting können Sie alle Fotos sofort wieder löschen, Sie werden sie nie wieder brauchen.

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11. Bleibender Eindruck

Stehen Sie ohne besonderen Grund mitten im Meeting auf, schlendern Sie langsam im Raum herum und lehnen Sie sich an eine Wand. Ein kontemplativer Seufzer und ein nachdenklicher Blick unterstreichen diesen Zug. Was bringt das? Es macht die anderen Teilnehmer einfach nervös und sie werden sich fragen, welche wichtigen Gedanken in Ihrem Kopf herumschwirren.

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Die - zugegebenermaßen nicht ganz ernst gemeinten - Tipps sind Sarah Coopers Buch "100 Tricks, um in Meetings schlau zu wirken" entnommen.

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Kommentar zu Artikel:

Chef spielen - wenn Sie null Plan haben

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