Jobwechsel: Darüber nachdenken tun viele

38 Prozent der Österreicher haben in den letzten sechs Monaten über einen Jobwechsel nachgedacht, sagt eine Studie. Hier tun sich Chancen für das Recruiting auf.

Der Kampf um die besten Talente und Jobs bleibt hart.
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Der Kampf um die besten Talente und Jobs bleibt hart.
Der Kampf um die besten Talente und Jobs bleibt hart. – Pixabay

Man träumt sich nicht mehr auf eine einsame Insel. Nein, viele wollen einfach einen anderen Job. 38 Prozent der Österreicher haben in den letzten sechs Monaten über einen Jobwechsel manchmal bis oft nachgedacht, laut einer Studie von meinungsraum.at und lifecreator Consulting. Dieses Potenzial müssen Unternehmen richtig ansprechen, sagt Roswitha Wachtler, Studienleiterin von meinungsraum.at

Neue Jobs werden aktiv gesucht

69 Prozent der Österreicher suchen laut Studie über klassische Stellenausschreibung einen neuen Job, 57 Prozent über das AMS oder Onlineportale, 55 Prozent über Stellenausschreibungen der Unternehmensportale. „Das Problem ist, dass für 48 Prozent der 500 Befragten die Stellenausschreibungen durchschnittlich bis wenig verständlich sind und 58 Prozent können nicht mal einschätzen, ob sie auf Basis der Ausschreibung für einen Job geeignet sind oder nicht“, sagt Wachtler.

Recruiting ist teuer - Fehler noch teurer

Direkte und indirekte Fluktuationskosten können bei hohen Positionen wie zum Beispiel einem Key Account Manager bis zu 10.000 Euro betragen, sagt Heinz Herczeg, geschäftsführender Gesellschafter von lifecreator Consulting. "Bei einfachen Positionen liegen die Kosten zwischen 2000 und 5000 Euro." Auch nicht wenig Geld. Fehler bei Stellenbesetzungen sind deshalb umso teurer.

Durch die 2017 steigende Arbeitskräftenachfrage sinkt die Zahl der Jobsuchenden, parallel dazu steigt der Fachkräftemangel wieder an.

Trotzdem schließen viele Recruiter schließen Ältere, Wiedereinsteiger oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sofort aus dem Bewerbungsprozess aus. Dadurch bleiben wertvolle Chancen ungenutzt, kritisiert AMS-Vorstand Johannes Kopf. Gerade Unternehmen mit Besetzungsschwierigkeiten sollten daher breiter suchen.

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