Digitaler Talente-Mangel: Unternehmen sehen untätig zu

Die digitale Lücke wird größer. Laut einer Studie haben Unternehmen zu wenig digital versierte Mitarbeiter. Das Problem sind oft fehlende Weiterbildungsmaßnahmen.

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Sie haben zu wenig digitale Talente. Das finden 50 Prozent der Unternehmen in einem von Capgemini und LinkedIn veröffentlichten Report zum „Digital Talent Gap“. Die Talentelücke, also die Differenz zwischen Nachfrage und Angebot an digital versierten Mitarbeitern, würde sie im Wettbewerb benachteiligen und digitale Transformationsprozesse behindern, sagen mehr als die Hälfte der befragten 501 Führungskräfte aus den neun Ländern Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, die Niederlande, Spanien, Schweden, Großbritannien und den USA.

Schuld an der Misere seien die schlechten Trainingsprogramme im Unternehmen. Sie seien „nutzlos und langweilig“, meinen fast die Hälfte der 753 in der Studie befragten, digital versierten Mitarbeiter. Tatsächlich stagnieren die Budgets für die Ausbildung digitaler Talente auf niedrigem Level oder sind – wie bei mehr 52 Prozent der befragten Organisationen – gesunken. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sähen sich deswegen gezwungen, ihr eigenes Geld und private Zeit darauf zu verwenden, ihre digitale Fähigkeiten zu entwickeln.

Denn die Angst zurückzubleiben ist groß. Sogar unter jungen Mitarbeitern unter 36 Jahren glauben 47 Prozent, dass ihre Qualifikation in einigen Jahren überholt sein wird. Die digital talentierten Mitarbeiter wünschen sich Organisationen mit einer „Start-up Kultur, wo Flexibilität gefördert wird und Freiheit zum Experimentieren besteht. Sei das nicht gegeben und stagnieren die digitalen Fähigkeiten, ist das für mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ein Grund, den Arbeitgeber zu wechseln.

Digital skills – was heißt das genau?

Digitale Soft-skills, also Kundenorientierung, grundlegende Lernbereitschaft und Wandlungsfähigkeit, sind Charakteristika, die bei 59 Prozent der Arbeitgeber besonders gefragt sind. Demgegenüber wünschen sich 51 Prozent mehr Angestellte mit digitalen Hard Skills, also jene, die sich in Analytik, Automatisierung, künstlicher Intelligenz oder Cybersicherheit auskennen.

 

 

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