Buchtipps der Woche: Die besten Businessbücher

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Schlaue Bücher für Manager: Die Schweizer Online-Bibliothek getAbstract hat die weltweit größte Sammlung von Businessbuch-Zusammenfassungen. Hier die aktuellen Top 10.

(c) Pexels
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Platz 10
Radikal digital
Weil der Mensch den Unterschied macht
von Reinhard K. Sprenger

Der Buchtitel legt eine falsche Fährte. Es geht hier nicht so sehr um die Digitalisierung selbst als vielmehr um das Arbeiten in einer zunehmend digitalisierten Welt. Hierfür prognostiziert Reinhard K. Sprenger allgemein eine Aufwertung menschlicher Fähigkeiten. Er sieht drei große Bereiche – Kunden, Kooperation und Kreativität –, auf die sich Unternehmen fokussieren müssen, wenn sie in der digitalen Wirtschaft bestehen wollen. Seine „111 Führungsrezepte“ sind 111 kurze Kapitel mit Gedankensplittern, Beispielen und Anregungen, die größtenteils bereits andernorts publiziert wurden und weitgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Wie von Sprenger gewohnt, sind viele seiner Gedanken gegen den Strich der Beratermoden gebürstet, mit klugen Wortspielen gewürzt und erfrischend zu lesen. Mitunter kommt es zu Wiederholungen und kleineren Widersprüchen, aber Sprenger gibt zu, dass er mit sich selbst nicht immer einer Meinung sei. Das Buch ist angenehm leicht zu lesen, hat dennoch Tiefgang und macht nachdenklich.
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Platz 9
Managing for Happiness
Übungen, Werkzeuge und Praktiken, um jedes Team zu motivieren
von Jurgen Appelo

Jurgen Appelo verfolgt ein hehres Ziel: Glück und Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Und er liefert in der Tat eine ganze Reihe von Werkzeugen und Rezepten, die das Arbeiten angenehmer und zugleich produktiver machen. Seine Ausführungen richten sich vor allem an Kreativarbeiter, und für diese Zielgruppe sind seine oft spielerischen Praktiken sicherlich hilfreich. Das legen zumindest viele Beispiele und Erfahrungsberichte von Menschen nahe, die diese in der Praxis erprobt haben. Appelos Ideen fußen auf mittlerweile recht bekannten Managementansätzen und entwickeln diese weiter. Wer sich bereits intensiver mit modernen Managementmethoden befasst hat, wird daher vieles wiedererkennen. Gewinnbringend ist die Lektüre dennoch – und das nicht nur wegen des ansprechenden Designs und des lockeren Sprachstils, die das Lesevergnügen deutlich steigern. Konkrete Tipps und Vorschläge machen außerdem Lust, das geschilderte gleich in die Tat umzusetzen.
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Platz 8
Blockchain-Grundlagen
Eine Einführung in die elementaren Konzepte in 25 Schritten
von Daniel Drescher

Noch ein Buch über die Blockchain? Ja, aber was für eines! Daniel Dreschers Ansatz ist ein anderer als bei den meisten anderen Veröffentlichungen zu diesem Thema. Man könnte es als „Konzeptbuch“ beschreiben. Denn hier geht es weder um eine oberflächliche Beschreibung der Blockchain und ihrer Anwendungen noch um ein nerdiges Fachbuch für Informatiker. Es geht eben ums Konzept: Welche Ideen stecken hinter der Blockchain, warum wird sie überhaupt benötigt und wieso funktioniert dieses, oberflächlich betrachtet, anarchische System so gut? Drescher bemüht sich um eine schrittweise Definition von Fachbegriffen. Das ist einerseits didaktisch klug, führt aber immer wieder zu starken Redundanzen, etwa wenn ein zunächst oberflächlich definierter Begriff immer weiter verfeinert wird, oft nur um Nuancen. Das macht eine selektive Lektüre fast unmöglich. Positiv formuliert handelt es sich um ein „Lehrbuch“, das man Schritt für Schritt durcharbeiten sollte. Viele Fachbegriffe sind bei diesem Thema unvermeidbar, doch Drescher bemüht sich stets um verständliche Erklärungen.

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Platz 7
Die Chinesen
Psychogramm einer Weltmacht
von Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron

China ist so alt und so groß – und sollte darum eigentlich im Westen gut bekannt sein. Stattdessen gibt es hierzulande große Wissenslücken und vor allem Vorurteile, wie das deutsch-chinesische Autorenpaar aus eigener Erfahrung weiß. Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron haben diese peinliche Ausgangslage genutzt, um ein informatives, umfassendes Buch über das Reich der Mitte zu schreiben. Die jahrtausendealte Geschichte und Philosophie behandeln sie gezielt mit zeitgenössischem Blick auf deren Auswirkungen in der Gegenwart. Immer wieder greifen sie hiesige Klischees über „die Chinesen“ heraus und erklären chinafreundlich, aber sachlich, ob etwas dahintersteckt. Wirtschaft, Politik, Militär, Kultur, Lebensart, Eigenheiten: Der Rundumblick lässt kaum eine Frage zum chinesischen Wiederaufstieg offen – außer derjenigen nach der passenden Antwort der westlichen Welt auf diese umstürzende Herausforderung.

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Platz 6
Mitarbeiter entwickeln, Zukunft der Arbeit gestalten
von Svenja Hofert

Svenja Hofert, Bestsellerautorin und selbsternannte Trend-Spürnase, erkannte in der Arbeit mit ihren Klienten, dass sich eine agile Einstellung nicht einfach schulen lässt. Sie muss entwickelt werden. Aus ihrem reichen Fundus an psychologischen Theorien gräbt Hofert das bereits in ihrem letzten Buch Hört auf zu coachen! erläuterte Modell aus, mit dem sich der Reifegrad einer Persönlichkeit feststellen lässt, leitet aus der Personalentwicklung bekannte Ansätze zum Fördern der einzelnen Reifestufen ab und garniert das Ganze mit agilitätsgerechten Führungstheorien. Zuletzt skizziert sie ein Change-Konzept für die individuelle Weiterentwicklung gereifter Persönlichkeiten – detailliert genug, um die Idee zu verstehen, zu wenig, um es sofort umsetzen zu können.

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Platz 5
Die überraschend einfache Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg
von Gary Keller und Jay Papasan
 
Smartphones, Apps, E-Mails, Social Media – wir alle nutzen technische Errungenschaften, um unsere Jobs und unser Leben einfacher zu gestalten. Leider geht mit dem vermeintlichen Segen oft ein Fluch einher: Weil alles so leicht scheint und die Möglichkeiten so verlockend sind, steigen nicht nur unsere eigenen Ansprüche, sondern auch die unserer Arbeitgeber, Freunde und Verwandten. Die Folge: Statt Zeit zu sparen, halsen wir uns immer mehr Aktivitäten auf und verzetteln uns – sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Es gibt jedoch einen Weg, diese Entwicklung aufzuhalten: Konzentration auf eine einzige Sache. Die Autoren geben praktische Tipps, um Frust und Stress zu vermeiden, produktiver zu werden und die wirklich wichtigen Ziele zu erreichen. Vieles davon klingt trivial, auch wirken die vielen Zitate von Goethe bis Oprah Winfrey sowie die immer wieder eingestreuten Parabeln, Märchen und Anekdoten auf europäische Leser recht aufdringlich.

 

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Platz 4
Data Mining und datenanalytisches Denken praktisch anwenden
von Foster Provost und Tom Fawcett

Das Buch steigt tief in die Kunst der Data Science ein und versucht gleichzeitig, die wesentlichen Grundzüge dieser vergleichsweise jungen Wissenschaft herauszuarbeiten. Wer den akademischen Zugang nicht scheut, erhält auf hohem konzeptionellem und analytischem Niveau einen sehr umfassenden Einblick in das Thema. Für Fachfremde birgt das Buch viele Aha-Erlebnisse, weil anschaulich wird, was alles aus Daten extrahiert werden kann und warum Daten als Rohstoff so wertvoll sind.

 

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Platz 3
Rhetorik
Die Kunst der Rede im digitalen Zeitalter
von Michael Ehlers

Die Rhetorik hat bis heute nichts von ihrer herausragenden Bedeutung für Führung, Macht und zwischenmenschliche Beziehungen verloren. Im Gegenteil: Wo Hierarchien wegfallen und täglich unzählige Nachrichten über das Internet verbreitet werden, ist sie so wichtig wie nie. In diesem unterhaltsam geschriebenen Buch erhält der Leser erprobtes und praktikables Rüstzeug für viele Arbeitssituationen – von Vorträgen über Mitarbeitergespräche bis hin zu Verhandlungen. Ganz nebenbei beantwortet der Autor praktische Fragen, die sich wohl jeder immer mal wieder stellt, wie „Wohin mit den Händen beim Vortrag?“ oder „Wie erkenne ich einen Fake Account in sozialen Netzwerken?“. Er untermauert seine Tipps und Erkenntnisse mit vielen, auch prominenten Beispielen. Spannend ist beispielsweise die Analyse von Trumps Rhetorik.

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Platz 2
Unkompliziert!
Das Arbeitsbuch für komplexes Denken und Handeln in agilen Unternehmen
von Stephanie Borgert

Sie haben alles unter Kontrolle, aber trotzdem läuft nichts wie geplant? Das liegt wohl daran, dass die lineare Denkweise, mit der wir unseren beruflichen Herausforderungen begegnen, der Wirklichkeit nur selten gerecht wird. Organisationen sind komplexe, sich weiterentwickelnde soziale Systeme. Sie basieren auf bewussten und unbewussten Strukturen und beinhalten zahlreiche Wechselwirkungen. Stephanie Borgert schärft dafür in ihrem Buch den Blick. Sie enttarnt Gewissheiten, die eigentlich ins vorige Jahrhundert gehören, und schafft Bewusstsein dafür, dass viele Probleme über den Bereich hinausgehen, der mit Faulheit, Charakter- oder Führungsschwäche erklärt werden kann. Ein Buch voller hilfreicher Denkansätze und Tipps.

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Platz 1
Denke nach und werde reich
Das Original von 1937 – unverändert und ungekürzt
von Napoleon Hill

Wenn man dieses Buch liest, hat man das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben. Weder am Wunsch nach Reichtum hat sich etwas geändert noch an den Ratschlägen, wie sich die finanzielle Unabhängigkeit vermeintlich am besten erreichen lässt. Napoleon Hills Bestseller aus den 1930er-Jahren klingt nicht anders als die Werke zahlreicher zeitgenössischer Managementgurus, die sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend esoterischer Ansätze und deren Methoden bedienten. Doch obwohl es immer noch gern propagiert wird, hat die Wissenschaft, allen voran Neurowissenschaften und Psychologie, längst belegt, dass der Weg zu Reichtum so einfach nicht funktioniert. Es ist schlicht falsch, dass Reichtum und Armut im Denken beginnen – wer in einen Slum geboren wurde, hat sich das bestimmt nicht ausgedacht. Außerdem lässt sich die eigene Einstellung nicht so einfach durch Glaube und Autosuggestion steuern. Dennoch kann sich die Lektüre von Napoleon Hill lohnen, heute vielleicht mehr denn je. Wer verstehen will, warum der Wunsch nach Reichtum immer noch so sonderbare Blüten treibt, findet hier interessante Geschichten über die Ursprünge des Erfolgs.

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In 14 Tagen geht es weiter mit den besten Neuerscheinungen!

(c) Pixabay
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