Die Zwei bieten Sprungbretter in die Arbeitswelt

Verein „Springboard“ hilft (geflüchteten) Jugendlichen, beruflich Fuß zu fassen.

„Springboard“-Gründer Robert Gulla und Michael Schaumann.
„Springboard“-Gründer Robert Gulla und Michael Schaumann.
„Springboard“-Gründer Robert Gulla und Michael Schaumann. – Petra Spiola

Zwölf Jahre war Santosh Bhatt als, er 2009 mit seiner Familie als Flüchtling nach Wien kam. Trotz schwieriger Startbedingungen absolvierte er die Pflichtschule und kam durch Zufall mit dem Verein „Springboard“ in Kontakt. Dank der Gründer Robert Gulla (Geschäftsführer Lukoil Holding) und Michael Schaumann (Managing Partner bei Stanton Chase) fand er den Weg in die Arbeitswelt: Jugendwerkstatt, Tagestrainings in einer Kreativwerkstatt. Und schließlich eine Lehre als IT-Techniker.

2017 unterstützte Springboard 27 Jugendliche mit Stipendien, 80 junge Menschen wurden in das Mentoring-Programm aufgenommen, zwei Lehrstellen und 38 Praktika vergeben. Die Zwei, Gulla und Schaumann, die den Verein 2015 gegründet hatten, wollen Talente, ein Teil von ihnen sind Flüchtlinge, gezielt fördern und ihnen die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern. Jedes Programm werde daher individuell angepasst, sagt Gulla. Und, sagt Schaumann, „wir haben ein Netzwerk, das es uns erlaubt, den Jungen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Warum sollten wir das nicht nutzen?“

Deutschkurse, Berufsberatungstage, Workshops und das Projekt „KULTurgut“, mit dem 1500 Jugendlichen aus finanziell benachteiligen Familien der Besuch von Theateraufführungen, Sportveranstaltungen und Museen ermöglicht wurde, zählen zu den Vereinsaktivitäten. Besonders für Flüchtlinge sei das eine Gelegenheit, „sich mit der Kultur, Geschichte und Tradition unseres Landes vertraut zu machen“, sagt Schaumann.

Verleiht Flügel

Heute arbeitet Bhatt für redPuls IT & Security Solutions in Wien. Ein Job, den er ohne Springboard vielleicht nicht bekommen hätte. Auch wenn Gulla und Schaumann ihren Beitrag herunterspielen. Sie glauben an das Potenzial der jungen Menschen. „Mit unserer Initiative“, sagen sie, „bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe.“ Und die verleiht letztlich Flügel.

Mehr Informationen finden Sie unter www.springboard.wien

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2018)

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