Was Arbeitsgeber attraktiv macht

Stepstone erfragte, womit Unternehmen ihr Image bei ihren Mitarbeitern aufpolieren können

(c) Pixabay

Österreichs Arbeitnehmer sind zufrieden – zumindest, was ihren eigenen Arbeitgeber betrifft. Das zeigt die aktuelle Studie von StepStone Österreich, für die 1.000 österreichische Angestellte und Arbeitssuchende zwischen 19 und 55 Jahren zu den Themen Employer Branding, Bewerbungsprozesse und Arbeitgeberattraktivität befragt wurden.

Gut zwei Drittel finden ihren Arbeitgeber attraktiv. Unterschiede gibt es im Geschlechtervergleich: Während jede dritte Frau ihr aktuelles Unternehmen in einem positiven Licht sieht, tun das unter den Männern nur ein Viertel der Befragten.

Am meisten sind die Arbeitnehmer in Tirol und Vorarlberg von ihrem Unternehmen überzeugt: Hier gibt mehr als jeder Dritte an, bei einem attraktiven Arbeitgeber tätig zu sein. Am schlechtesten schneiden die Firmen in Wien ab: Nur gut ein Viertel glaubt an die Attraktivität seines Arbeitsgebers.

Der beste Hebel: Flexible Arbeitszeiten

Fast die Hälfte ist der Meinung, dass Arbeitgeber für die Belegschaft attraktiver werden könnten. Diese Investitionen zahlen sich aus: Nicht nur steigt die Motivation der Mitarbeiter (84,3 Prozent), sie bleiben auch länger im Unternehmen (81,9 Prozent) und sind insgesamt produktiver (78,5 Prozent). Zudem empfehlen zufriedene Mitarbeiter ihre Firma gerne weiter (72,2 Prozent).

Um die Belegschaft zu motivieren und zu halten, sollten Unternehmen an flexible Arbeitszeiten denken. Mehr als die Hälfte der Befragten meint, dass flexible Arbeitszeitmodelle die Attraktivität nachhaltig steigern. Dieses Thema ist vor allem Frauen wichtig (56,5 Prozent) – ebenso wie zusätzliche Benefits zum Gehalt: Knapp die Hälfte aller Studienteilnehmerinnen sieht die Arbeitgebermarke durch Anreize wie vergünstigte Mittagessen, Beiträge zur Jahreskarte oder einen Firmenlaptop gestärkt – unter den Männern sind es nur 39,8 Prozent.

Außerdem: Fast die Hälfte aller Befragten (44,6 Prozent) gibt an, dass Unternehmen ihr Ansehen bei der bestehenden Belegschaft mit Bonussystemen oder leistungsbezogenen Prämien steigern können.

Seid ehrlich

Mehr denn je wollen Arbeitnehmer in Abläufe und Prozesse eingebunden werden: Gut jeder dritte Befragte rät Unternehmen, laufend Feedback von ihren Mitarbeitern einzuholen. 39,2 Prozent wünschen sich von ihrem Arbeitgeber, das Wir-Gefühl in der Firma zu beleben – vor allem Frauen (45,1 Prozent) ist Zusammenhalt im Unternehmen wichtig.

Beim Recruitingprozess können Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber ebenfalls steigern, zeigt sich ein Drittel der Studienteilnehmer überzeugt. Dabei tragen vor allem ein authentischer Firmenauftritt und ehrliche Einblicke ins Unternehmen zum positiven Image bei Kandidaten und Bewerbern bei: Jeder dritte Befragte glaubt, dass Firmen mit einem unverfälschten Auftritt nach außen anziehend auf neue Mitarbeiter wirken. Besonders wichtig ist die Darstellung unverfälschter Unternehmensrealität gegenüber neuen Mitarbeitern, die noch nicht lange im Job sind (50,9 Prozent).

Facebook? Für die meisten egal

Mehr als ein Drittel meint, dass Unternehmen davon profitieren, wenn sie ihre Werte klar definieren und ansprechen. Wenig Relevanz wird hingegen dem Unternehmensauftritt auf Social Media zugesprochen: Nicht einmal jeder Zehnte (9,2 Prozent) ist der Meinung, dass die Präsenz auf Facebook das Firmenimage aufpoliert. Ebenfalls im Out: Die klassische Unternehmenswerbung (8,5 Prozent).

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