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DSGVO: WhatsApp kann teuer werden

Es hat Gründe, warum WhatsApp so beliebt ist: es ist schnell, unkompliziert und gratis. Geht es aber um Unternehmensdaten, wird WhatsApp zum unkalkulierbaren Risiko.

Pixabay

Der Grund liegt darin, dass WhatsApp keinen ausreichenden Schutz personenbezogener Daten vor fremden Zugriffen bietet. „Das Problem liegt primär in der Synchronisation der Kontaktdaten", warnt Digitalisierungsexperte Dieter Duftner, Gründer von duftner.digital.

Wer den Messenger auf seinem Smartphone nutzt, gewährt WhatsApp Zugriff auf sein Adressbuch. Damit erhält der US-Konzern auch Telefonnummern von Kontakten, die den Messenger überhaupt nicht nutzen. Was die Facebook-Tochter mit diesen Daten anstellt, ist nicht bekannt. Die Rechtsfolgen aber sind eindeutig: „Der Nutzer begeht einen Datenschutzverstoß“, warnt Duftner.

 Betriebsinterna, sensible oder einem Berufsgeheimnis unterliegende Daten sollen daher keinesfalls über Messenger Dienste kommuniziert werden.  

 Sichere Alternativen zeichnen sich dadurch aus, dass der Anbieter sämtliche Daten ausschließlich in Europa, am besten im eigenen Land hostet und sie komplett verschlüsselt werden. Das Unternehmen kann genau festlegen, wer Zugriff auf die Daten hat, da sie nicht in einer anonymen Cloud gespeichert sind. Sicherheit allein ist allerdings nur eine Seite der Medaille – jedes Alternativsystem muss auch in puncto Komfort mit WhatsApp mithalten können. Und da wird es schwierig.

 

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