Hoffentlich nicht normal

Sprechblase Nr. 239. Warum uns wichtig ist, „wie die anderen ticken“.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Große Uhren machen tick-tack, kleine Uhren machen ticke-tacke. Das lernen schon die ganz Kleinen in einem Sing- und Bewegungsspiel. Manche Uhren ticken schneller, manche lauter – die Sekunde dauert bei allen gleich lang. Wenn also etwas tickt, dann sind es Maschinen. Präzise zwar und verlässlich. Aber auch ohne Idee, dass es auch anders gehen könnte.

Das Business hingegen beansprucht, außergewöhnlich und innovativ zu sein. Da verwundert es, dass ständig Thema ist – Achtung, Sprechblase –, „wie die anderen ticken“: Unternehmen wollen vermitteln, wie sie ticken; Führungskräfte wollen wissen, wie ihre Mitarbeiter ticken (und umgekehrt).

Wer erwartet, dass Mitarbeiter niemals austicken, sollte Roboter einstellen. Wer erwartet, dass sie mitdenken und Außergewöhnliches leisten, braucht Menschen, die – in diesem Sinn – nicht ganz richtig ticken.

 

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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