Die Generation Z erwartet mehr Videos von zukünftigen Arbeitgebern

Es ist ruhig geworden um das Arbeitgebermarketing. Das hat einen Grund: Es ist heute selbstverständlich.

Mehr Videos wünscht sich die Generation Z.
Mehr Videos wünscht sich die Generation Z.
Mehr Videos wünscht sich die Generation Z. – pixabay

Die Basics dürfen als bekannt vorausgesetzt werden. Employer Branding (EB), das Aufbauen einer Arbeitgebermarke, ist seit gut einem Jahrzehnt eine Pflichtübung für HR und Marketing. Was also ist neu? Der jüngsten Universum-Studie zufolge gibt es vier große neue Themen.

► Erstens die Erkenntnis, was die umschwärmte Generation Z von Arbeitgebern erwartet. Das variiert mit deren Größe. Von kleinen Unternehmen wünscht sie sich zuallererst professionelles Training und persönliche Entwicklung, dann konstruktive Teamarbeit. Von mittleren Unternehmen wünscht sie sich zuerst zukunftsweisende Innovationen, dann professionelles Training und persönliche Entwicklung. Und von den Großen zuerst einen sinnstiftenden Unternehmenszweck und dann Innovationen.

► Zweitens, zwei Stolpersteine: Weil EB vor allem in Konzernen selbstverständlich geworden ist, klingt alles gleich. Man unterscheidet sich nicht. Wie will man da etwas „Besonderes“ sein? Diese Abgrenzung wird die große Herausforderung für EB-Verantwortliche. Verglichen damit ist der zweite Stolperstein, eine globale EB-Strategie für lokale Mentalitäten herunterzubrechen, nur ein kleines Steinchen.

► Drittens, die verwendeten Medien. Klar, die Sozialen Netzwerke und Digital Advertising stehenan erster Stelle. Dann kommt ein vor allem von KMU unterschätztes Medium: Video. 95 Prozent der „Zettler“ schauen Videos, die Hälfte behauptet, ohne YouTube nicht leben zu können. Bei Arbeitgebern sollten jetzt die Alarmglocken schrillen. Gemeint sind nicht stylishe, teure Videos. Sondern echter Content mit echten Menschen, 20 Sekunden lang, wie auf Snapchat. Das ist auch für Kleine leistbar.

► Viertens: Künstliche Intelligenz (KI) schlägt People Analytics im Recruiting. Beide werden oft verwechselt. Grob der Unterschied: KI lernt und entwickelt sich, People Analytics fischt im Datenpool herum, wird aber nicht klüger. Kein massenhaftes „Datenfressen“ also, sondern systematisches quantifiziertes Aufspüren von Individuen, die in Firma, Rolle oder Region passen. Große Unternehmen prophezeien der KI im Recruiting eine glänzende Zukunft (kleine beschäftigen sich nicht damit). Anderen gehypten Digitaltechnologien wie Virtual Reality (VR) oder Gamification wird wenig Bedeutung zugemessen.


[OMOBA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2018)

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