Bewerbungsgespräch: der klassische Verlauf

Die meisten Bewerbungsgespräche verlaufen nach dem selben Schema. Worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie sich vorbereiten.

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1. Begrüßung und Smalltalk

Ein schwacher Händedruck, ein unordentliches Outfit, ein peinliches Schweigen: Der Anfang des Gesprächs hinterlässt Eindruck auf Ihr Gegenüber. Halten Sie sich deshalb an ein paar Faustregeln:

  • Kommen Sie ein paar Minuten zu früh, um nochmal aufs Klo zu gehen, sich frisch zu machen, das Handy auf lautlos zu schalten, durchzuatmen und vielleicht noch kurz in die Siegerpose zu gehen für eine Extraportion Selbstvertrauen (einfach Superman oder Wonder Woman nachahmen).

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Outfit sitzt, sauber ist und der Branche entspricht.

  • Lassen Sie den Personaler die Begrüßung beginnen und erwidern Sie seinen Händedruck bestimmt.

  • Kaum jemand redet wirklich gern über das Wetter, aber um den Einstieg ins Gespräch zu erleichtern ist Smalltalk erwünscht. "Fast hätte ich das Büro nicht gefunden", oder "Die Verkehrsanbindungen in der Gegend sind optimal" sind zwar inhaltlich gehaltlos aber in dem Moment genau das Richtige.

  • Lassen Sie sich einen Sitzplatz anbieten und legen Sie Tasche und Jacke nicht am Tisch ab.

2. Präsentation des Bewerbers

Die Selbstpräsentation ist eine Chance, keine Hürde. Falls Sie die Vorstellung nervös macht, üben Sie zuhause. Eine Auflistung bisheriger Stationen ist unnötig. Heben Sie stattdessen Ihre Stärken hervor, Qualifikationen, die Sie für diesen Job wappnen. Als Vorbereitung dafür, lesen Sie sich die Ausschreibung nochmal genau durch. Was sind die Anforderungen? Durch welche Kompetenzen und Erfahrungen bin ich ihnen gewachsen? Diese sollten Sie hervorstreichen. Schweifen Sie dabei nicht zu lange aus.

3. Präsentation des Unternehmens

Die Präsentation des Unternehmens fällt unterschiedlich lang aus. Manche referieren für zehn Minuten, andere gehen von viel Vorwissen aus. Hören Sie in jedem Fall genau zu, da Sie die Information für spätere Rückfragen nutzen können.

4. Auf Tuchfühlung

Herkömmlich folgen Detailfragen zu Ihrem Werdegang, spezifischen Qualifikationen, Ihrer Einstellung und Persönlichkeit. Manchmal prüft Sie der gegenüber auch mit Problemen, die Ihnen in Ihrer Arbeit begegnen könnten und Ihrer möglichen Reaktion darauf. Lassen Sie sich nicht verunsichern und geben Sie sich nicht zu bescheiden. Sie müssen dem Personaler vermitteln, dass Sie für diesen Job bereit sind.

5. Rückfragen

Kurz vor Ende des Gesprächs wird der Personaler sich nach Rückfragen erkundigen. Sie sollten auf jeden Fall einige parat haben, um Ihr Interesse an der Firma und Ihre Aufmerksamkeit während des Gesprächs zu beweisen. Fragen nach Unternehmensstruktur, Einarbeitungsphase, zeitlicher Flexibilität oder dem Arbeitsplatz sind mögliche Themen.

6. Verabschiedung

Zum Abschluss erkundigen Sie sich über den weiteren Bewerbungsprozess und lassen Sie Ihr Gegenüber die Verabschiedung einleiten.

 

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