Buchtipps der Woche: Neuerscheinungen

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Schlaue Sachbücher: Die Schweizer Online-Bibliothek getAbstract hat die weltweit größte Sammlung von Businessbuch-Zusammenfassungen. Hier ein Überblick über die zehn Neuerscheinungen der Woche.

(c) Pexels
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10. Disrupt yourself
Vom Abenteuer, sich in der digitalen Welt neu erfinden zu müssen
von Christoph Keese

Was für eine Geisteshaltung ist nötig, um in der digitalen Welt erfolgreich zu sein? Wie gehen wir mit den Unwägbarkeiten um, die der digitale Wandel womöglich für unsere beruflichen Biografien bedeuten wird? Und wie werden wir selbst zu aktiven Gestaltern dieses Wandels – unternehmerisch und persönlich? Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ fordert Christoph Keese in seinem Buch Disrupt yourself dazu auf, von den digitalen Gründern und anderen Erneuerern zu lernen und so selbst zu den Taktgebern der Veränderung zu werden. Die besondere Qualität des Buches liegt in Keeses tief greifendem und komplexem Digitalisierungsverständnis, das individuelle, gesellschaftliche und unternehmerische Perspektiven beinah gleichwertig berücksichtigt. Die vielen Porträts und Gespräche von und mit führenden Köpfen der Digitalisierung machen das Buch dann auch noch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Sehr zu empfehlen für alle, die sich mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf ihre berufliche und private Existenz beschäftigen wollen.

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9. New Workspace Playbook
Das unverzichtbare Praxisbuch für neues Arbeiten in neuen Räumen
von Dark Horse Innovation

Was sie präsentieren, leben sie selbst: Das Team von Dark Horse Innovation versteht es nicht nur, kreative Bürolandschaften zu gestalten. Auch ihre Buchgestaltung ist inspirierend. Das Werk der Berliner Agentur ist gleichzeitig ein bunter Strauß voller anregender Ideen und ein hervorragendes Arbeitsbuch. Die Berater spielen mit Farben und Design und präsentieren eine Fülle an Beispielen bekannter Unternehmen, in denen bereits eine neue Arbeitswelt existiert. Für jeden, der sofort aktiv werden will, bieten sie ihren Fahrplan samt allen Vorlagen und Templates zum Download an. Mit ihrem lesenswerten Buch animieren die Raumexperten den Leser zur Nachahmung – aber auf seinem individuellen Weg. getAbstract empfiehlt das Buch vor allem Personalverantwortlichen, die neue Arbeitsweisen in neu gestalteten Räumen möglich machen wollen.

 

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8. Die 7 Wege zur Effektivität
Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg
von Stephen R. Covey

Dieses Buch ist ein außergewöhnlicher Ratgeber, um Ihr Leben neu zu gestalten. Anstelle raffinierter Techniken und griffiger Methoden zu größerer Effizienz bietet es eine Begleitung zu einem Wachstumsprozess, der auf der menschlichen Freiheit gegründet ist. Im Zentrum eines sinnvollen Lebens liegen Prinzipien, aus denen Techniken und Strategien erst erwachsen. Die sieben Wege sollen Ihnen ermöglichen, die für Sie selbst wichtigen Werte aufzuspüren und sie zu Prinzipien zu machen, die Sie täglich in die Tat umsetzen. Effektivität bedeutet in ihrer Vollendung, aus der Unabhängigkeit herauszutreten und zu einfühlender Kommunikation und zu partnerschaftlicher Kooperation fähig zu sein. Ein großes Plus dieses wichtigen Buches, das auch neu aufgelegt ein Bestseller blieb, ist, dass die persönlichen Erfolge den öffentlichen Erfolgen vorangehen. Die graue Theorie ist mit vielen Beispielen aufgelockert, sodass die Wege nicht zu steinig werden.

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7. Radikal digital
Weil der Mensch den Unterschied macht
von Reinhard K. Sprenger

Der Buchtitel legt eine falsche Fährte. Es geht hier nicht so sehr um die Digitalisierung selbst als vielmehr um das Arbeiten in einer zunehmend digitalisierten Welt. Hierfür prognostiziert Reinhard K. Sprenger allgemein eine Aufwertung menschlicher Fähigkeiten. Er sieht drei große Bereiche – Kunden, Kooperation und Kreativität –, auf die sich Unternehmen fokussieren müssen, wenn sie in der digitalen Wirtschaft bestehen wollen. Seine „111 Führungsrezepte“ sind 111 kurze Kapitel mit Gedankensplittern, Beispielen und Anregungen, die größtenteils bereits andernorts publiziert wurden und weitgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Wie von Sprenger gewohnt, sind viele seiner Gedanken gegen den Strich der Beratermoden gebürstet, mit klugen Wortspielen gewürzt und erfrischend zu lesen. Mitunter kommt es zu Wiederholungen und kleineren Widersprüchen, aber Sprenger gibt zu, dass er mit sich selbst nicht immer einer Meinung sei. Das Buch ist angenehm leicht zu lesen, hat dennoch Tiefgang und macht nachdenklich.

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6. OKR: Objectives & Key Results
Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen
von John Doerr

Wer in OKR: Objectives & Key Results eine Bauanleitung für Unternehmenskennzahlen vermutet, liegt leider falsch. Das Buch ist eher die Biografie einer Idee. Autor John Doerr, Hall-of-Fame-Risikoinvestor, erzählt darin, wie er Anfang der 1970er als junger Silicon-Valley-Neuling bei Intel erstmals dem Konzept der Objectives und Key Results (OKR) begegnete. Später, als Investor, trug er die Methode in etliche der Unternehmen, die heute die digitale Welt ausmachen – an erster Stelle sicher Google. Doerr ist selbst ein meisterhafter Erzähler, doch er lässt auch diejenigen zu Wort kommen, denen er mithilfe von OKR zum Erfolg verholfen hat. Wer gern aus Geschichten lernt, ist hier also genau richtig. Der Untertitel „Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen“ führt jedoch auf eine falsche Fährte. Ein umsetzbares Praxishandbuch ist OKR: Objectives & Key Results nicht.

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5. Trainingsdesign
Wie Sie gut durchdachte, lebendige und passgenaue Weiterbildungskonzepte entwickeln
von Anna Langheiter


Berufliche Weiterbildung ist ein ständig wachsender Markt. Entsprechend groß ist das Angebot verschiedenster Trainingskompetenzen. Doch leider erreichen die allermeisten berufsbezogenen Trainings ihre Ziele nicht; ein praktischer Nutzen bleibt oft genug aus; ein betriebswirtschaftlicher Mehrwert des Trainings ist kaum messbar. Hier setzt das sogenannte Trainingsdesign an. Es beschreibt einen systematischen und methodisch einheitlichen Prozess für die Konzeption, Entwicklung und Evaluierung von Weiterbildungsangeboten. Das Buch bleibt dabei nicht in der Theorie stecken, sondern liefert für jede Phase und jeden Aspekt des Trainings zahlreiche Beispiele, Anekdoten, Planungsvorlagen und Checklisten. Die Perspektivunterschiede zwischen Trainingsdesigner, Trainer und Trainingsteilnehmer sind sehr klar herausgearbeitet und dargestellt. Den methodischen Kern bildet der „Navigator“, eine klar strukturierte Planungsmethode, mit der alle Module einheitlich und konsistent geplant werden können. Das Buch spiegelt die enorme Fachkompetenz der Autorin beeindruckend wider.

 

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4. Die Smartphone-Epidemie
Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft
von Manfred Spitzer


Manfred Spitzer ist vielleicht der am meisten angefeindete „populär“ schreibende Wissenschaftler Deutschlands. Spätestens seit seinem Buch über die digitale Demenz haben sich manche Medien richtiggehend auf ihn eingeschossen – sodass im Vorwort zu diesem Buch ein entsprechendes Lamento nicht fehlen darf. Spitzer wurde vorgeworfen, ein Alarmist zu sein, der mit der Angst der Leute Profit mache, aber eigentlich keine Alternative zu dem einmal beschrittenen digitalen Weg zeige – außer das Smartphone auszuschalten oder den Umgang der Jugendlichen damit streng zu kontrollieren. Ihm wurde auch vorgeworfen, unredlich mit den zahlreichen von ihm zitierten Studien umzugehen und Kausalzusammenhänge herzustellen, die es nicht gibt. Tatsächlich rührt er ziemlich viel zusammen: Obwohl es eigentlich um Smartphones gehen soll, kommen hier viele Studien zum Fernsehen, Medienkonsum oder elektronischen Medien allgemein zum Einsatz – das ist nicht immer trennscharf. Spitzer schreibt polarisierend und pointiert – ganz im Sinne seines Anliegens, auf einen Missstand aufmerksam zu machen.

 

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3. Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus
von Shoshana Zuboff


Es ist unmöglich geworden, online zu sein, ohne dabei von Google und seinen Nachahmern ausspioniert zu werden. In einer Faktensammlung niederschmetternden Umfangs beschreibt die Ökonomin Shoshana Zuboff wesentliche Akteure, Mechanismen und Hintergründe des neuen Schnüffelsystems, das sie zutreffend „Überwachungskapitalismus“ nennt. Im Silicon Valley geboren, in der Digitalwelt großgeworden, machen sich die Methoden dieses digitalen Geschäftsmodells immer stärker im Alltag breit – und tun gut daran, ihren wahren, hässlichen Charakter zu verbergen. Die Autorin argumentiert bei aller Empörung und drastischen Wortwahl präzise entlang der Konfliktlinie zwischen Markt und Privatsphäre, die sich immer weiter zulasten Letzterer verschiebt. Auch wenn sie einiges bis zur Ermüdung wiederholt, muss man ihr zugute halten, dass sie ein reales, überaus akutes Problem benennt: Die Digitalisierung, wie sie derzeit stattfindet, verändert unsere Gesellschaft so gravierend, dass bloße Passivität keine Option ist.

 

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2. Meet up!
Einfach bessere Besprechungen durch Nudging. Ein Impulsbuch für Leiter, Moderatoren und Teilnehmer von Sitzungen

von Martin J. Eppler und Sebastian Kernbach

Der Begriff „Meet up“ kommt aus dem amerikanischen Raum und steht für konzentrierte, informelle Treffen. Die Teilnehmer wollen zügig zu einem Ergebnis kommen. Das könnte man mit eiserner Disziplin zu erreichen suchen – oder mit freundlichen kleinen Schubsern, subtilen Manipulationen, die mit einem Augenzwinkern zum Ziel führen. Diese Schubser heißen Nudges. Sie folgen dem Prinzip der Positiven Psychologie: Was man freiwillig macht, macht man doppelt so gern. Und wer sich wohlfühlt, leistet mehr. Martin J. Eppler und Sebstian Kernbach haben Dutzende Nudges für alle möglichen Meetingsituationen zusammengestellt. Ein kleines, feines Nachschlagebuch, in dem jeder, der Meetings leitet, ebenso fündig wird wie eine Assistenz, die sie organisiert.

 

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1. 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
von Yuval Noah Harari

Nachdem Yuval Noah Harari sich in seinen Weltbestsellern Eine kurze Geschichte der Menschheit und Homo Deus erst der Vergangenheit, dann der Zukunft unserer Spezies gewidmet hat, wirft der israelische Historiker in 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert einen Blick auf die drängendsten Fragen der Gegenwart. Und davon gibt es, das weiß man nach der Lektüre, mehr als genug: Wie gehen wir mit den Revolutionen der Bio- und Informationstechnologie um? Ist der Liberalismus am Ende? Leben wir nun im postfaktischen Zeitalter und was sollen eigentlich Kinder heute in der Schule lernen? Für Harari hängt alles zusammen und so bleibt ihm kaum etwas anderes übrig, als in den ganz großen Zusammenhängen zu denken. Wo die ersten Kapitel noch durch einige streitbare, aber auch starke Grundthesen zu den technologischen Revolutionen verknüpft sind, verliert er in der zweiten Hälfte leider etwas den argumentativen Faden. Brillant und unterhaltsam ist er natürlich trotzdem wie immer.

 

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In zwei Wochen erfahren Sie, welche die Top 10 der besten Businessbücher sind.

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