Entrepreneurship

Wiener Start-up bringt fleischarmen Burger auf den Markt

Das Burgerpatty ist ab sofort in Wiener Lokalen erhältlich. Es besteht aus 50 Prozent Fleisch, der Rest sind Pilze und Hirse.

Die Gründer (v.l.n.r.): Philipp Stangl, Cornelia Habacher und Wolfgang Haidinger wollen klimafreundliche Burger ermöglichen.
Die Gründer (v.l.n.r.): Philipp Stangl, Cornelia Habacher und Wolfgang Haidinger wollen klimafreundliche Burger ermöglichen.
Die Gründer (v.l.n.r.): Philipp Stangl, Cornelia Habacher und Wolfgang Haidinger wollen klimafreundliche Burger ermöglichen. – Wolfgang Haidinger

Das Wiener FoodTech-Start-up Rebel Meat kombiniert Fleisch mit Pilzen und Hirse, um umweltfreundlichere Fleischprodukte herzustellen. Geschmack und Kaugefühl sollen dem herkömmlichen Burgerpatty nahe kommen, verspricht das Gründer-Trio Philipp Stangl, Cornelia Habacher und Wolfgang Haidinger.

Man habe mehr als ein halbes Jahr in der Küche verbracht, um Geschmack und Kaugefühl der Burgerpatties zu perfektionieren, heißt es in der Presseaussendung. Wer sie in den Bundesländern kosten will, muss sich aber noch gedulden. Die Burger sind vorerst nur in ausgewählten Lokalen in Wien zu kaufen. Ab Herbst soll die Listung dann im Großhandel folgen, 2020 will man in die Schweiz und nach Deutschland expandieren. Beachvolleyballer Florian Schnetzer wurde bereits als Werbebotschafter gewonnen: „Als Sportler ist mir die Qualität bei der Ernährung das Allerwichtigste“, wird er auf der Website zitiert. „Bei Rebel Meat kann ich mich auf die Qualität verlassen und der Geschmack spricht für sich. Regionale Produkte und genügend Eiweiß sind für mich die beste Kombination.“ 

Geschmack und Kauerlebnis sollen sich vom herkömmlichen Patty nicht unterscheiden. – Wolfgang Haidinger

Klimafreundliche Burger?

Das Start-up will durch die Reduktion des Fleischanteils und die Kompensation durch Pilze und Hirse das Produkt klimafreundlicher als herkömmliche Fleischprodukte machen. So verursacht die Rindfleischproduktion bekanntlich einen Großteil des CO2-Ausstoßes. „90 Prozent der Österreicher sind Fleischesser“, sagt Co-Gründerin Habacher, die auf eine sechsjährige Forschungserfahrung als Molekularbiologin zurückblickt. „Wenn wir sie dazu bringen, nur noch halb so viel Fleisch zu essen, dann ist das der effektivste Weg, den gesamten Fleischverbrauch des Landes zu reduzieren.“ 

CEO Stangl, ehemals Head of Pre-Seed bei Pioneers Ventures und Speedinvest, erkennt im „hybriden“ Fleisch einen neuen Trend in der Fleischindustrie: „Wir sind hier Vorreiter in Europa und wollen innerhalb der nächsten Jahre die Marktführerschaft in diesem Bereich erreichen.“

(red./juwe)

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