Tipps: Woran man ein gutes MBA-Programm erkennt

Bodo Schlegelmilch, Dean der Wu Executive Academy, hat wertvolle Ratschläge für künftige MBAs. Wir haben seine Tipps zusammengefasst.

Bis zu 12.000 Anbieter tummeln sich im weltweiten MBA-Markt. Dubiose Programme versprechen den begehrten Titel innerhalb einer Woche. Kein Wunder, dass Personalchefs skeptisch sind.

Akkreditierung

Das bedeutet mehr als „zugelassen vom Staat“. Den besten Ruf haben die internationalen Akkreditierungen von EQUIS (European Quality Improvement System), AMBA (Association of MBAs, UK), AACSB (Association to Advance Schools of Business, USA) und der FIBAA (Foundation for International Business Administration, D) für den deutschsprachigen Raum.

Rankings

Nur akkreditierte Programme dürfen an internationalen Reihungen teilnehmen. Doch die sollte man nicht überbewerten: „Eine Marketing-lastige Universität mit einer Finanz-lastigen ist wie Äpfel mit Orangen zu vergleichen“, so Schlegelmilch. Rankings geben nur einen Tendenz.

Hintergrund

Welche Institution steht hinter dem MBA-Programm? Personalchefs lassen sich nicht so leicht von klingenden Namen täuschen. Sie bewerten nicht nur den Titel, sondern auch die Institution dahinter, beispielsweise Bekanntheit oder Forschungsleistung.

Wer darf teilnehmen?

Je anspruchsvoller die Zulassungsvoraussetzungen, desto besser das Programm. Es geht um das Niveau der Teilnehmer, ihre Vorbildung, Berufserfahrung, Seniorität, ihren Internationalisierungsgrad. Lernen und Austausch untereinander sind ein wichtiger Teil der Ausbildung. Als Messlatte: Der typische WU MBA- Kandidat ist 38 Jahre alt, männlich (nur 30 Prozent sind Damen) und hat 13 Jahre Berufserfahrung. 60% sind internationale Teilnehmer.

Team

Die Professorenschaft muss fachlich fit und pädagogisch herausragend sein. Gleichzeitig muss sie eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen können. Ein gutes Zeichen sind akademische Vortragende, die selbst als Consulter arbeiten.

Jenseits von Massenunterricht

Auch die Klassengröße lässt Rückschlüsse zu. Mehr als 30-40 Teilnehmer sollten es nicht sein, sonst geht die Masse zulasten der Klasse.

Absolventen-Netzwerke

Joker Alumni-Club. „Betrachten Sie ihn als Netzwerk für zufriedene Kunden“, empfiehlt WU Executive Academy Dean Schlegelmilch. Gibt es nach Abschluss des Kurses noch Vorträge, Reisen, Kontakte zu Headhuntern, Jobangebote? Mit solchen Services ist ein MBA noch lange danach ein stetiger Quell neuen Nutzens.

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