Verschwundene Arbeit: Berufe, die es nicht mehr gibt

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Salamikrämer

Wie dem Buch "Verschwundene Arbeit" aus dem Christian Brandstätter Verlag zu entnehmen ist, gibt es einige kuriose Berufsfelder, die es in dieser Form -glücklicherweise - heute nicht mehr gibt. Wer im vorvorigen Jahrhundert den unverwechselbaren Kaufruf „Salamini, da bin i! – Salamoni, geh doni (zur Seite)!“ gehört hat, wusste, worauf er sich freuen durfte. Wurst und Käse – verkauft von italienischen Salamucci, wie sie treffenderweise genannt wurden.Christian Brandstätter Verlag
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Feldschere

Seit dem 16. Jahrhundert wurden so Chirurgengesellen bezeichnet, die dem Heer zugeteilt und für die wundärztliche Versorgung zuständig waren. Entweder wurden sie während ihrer Gesellenzeit zum Militärdienst ausgehoben, oder sie meldeten sich freiwillig, denn der Krieg galt als „die hohe Schule der Chirurgie“.(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)
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Lustfeuerwerker

Die Pyrotechniker des 14. Jahrhunderts. Sie widmeten sich der schönen Kunst der Verschwendung und unterhielten ihr Publikum zu verschiedensten Anlässen mit wirbelnden Feuerrädern, berstenden Lustkugeln und Raketen. Feuerwerke wurden zur Kunstform und zum Höhepunkt der Huldigung an Könige und Fürsten.Christian Brandstätter Verlag
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Buntmacher

Abgespaltet von den Kürschnern und auch als Buntfutterer bezeichnet, verarbeiteten sie hauptsächlich die Felle der -süßen - Eichhörnchen, aber auch gelegentlich von anderen Wald-und Wiesentieren, zu Pelzwerk aller Art.(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)
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Aschenmänner

„An’ Oschn! An’ Oschn!“, so machten sich die Leute aus der Unterschicht bemerkbar, die diesem Beruf nachgingen. Sie besorgten das Einsammeln der Asche, als man in Wien ausschließlich noch mit Holz heizte. Mit einer Krücke holten die armselig gekleideten Männer die Asche aus dem Herd oder Ofen und füllten sie zum Verkauf in eine hölzerne Butte, die sie auf dem Rücken trugen.Christian Brandstätter Verlag
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Planetenverkäufer

Als „Planeten“ wurden in den Wiener Straßen der Vorkriegszeit „Glücksbriefchen“ bezeichneten, die mehrere Lotterienummern enthielten, die der Käufer dann im Lotto setzen konnte. Die Attraktion bestand darin, dass die Briefchen von einer weißen Maus oder einem Papagei herausgezogen wurden.(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)
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Fratschlerinnen

„Frech, unverschämt, zudringlich, betrügerisch, grob und lästersüchtig“ – das waren nur einige Charakterisierungen für die Marktfrauen auf den Plätzen und Straßen von Wien. Dort boten sie Gemüse, Obst, Kräuter, Milch, Eier und Geflügel mit scharfem und reizbarem Mundwerk an. Das Wort „fratscheln“ an sich bedeutet so viel wie abfragen, ausholen.Christian Brandstätter Verlag
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Sesselträger

Diese charakteristischen Figuren im Straßenleben von Paris, London und Wien entstammen dem 17. Jahrhundert. Zu zweit trugen sie mit Gurten und Stangen einen bedachten, mit Türen und Fenstern geschlossenen Sessel. Wer nicht rechtzeitig ihrem Warnruf auswich, wurde grob zur Seite gestoßen.Christian Brandstätter Verlag
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Lebzelter

Backwerk aus Mehl und Honig, verfeinert mit Gewürzen, Mandeln und Nüssen. Das stellten die Lebküchler, wie sie auch genannt wurden, zur Freude von Jung und Alt her. Seine Beliebtheit verdankt der Lebzelter vor allem den vielfältigen Formen und Gestalten, die oft noch mit religiösen oder profanen Motiven oder Schriften verziert waren.(c) Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)
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Lavendelweiber

Sie gehörten besonders im Sommer zum Wiener Straßenbild und fielen durch ihren melancholisch gesungenen Ruf „Kaufts an Lawendel / Zwanz’g Groschen a Bischal Lawendel, / an Lawendel hauma do / wer kauft uns an o!“ auf. Lavendel wurde unter anderem gegen Mottenfraß gern verwendet.Christian Brandstätter Verlag
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Abtrittanbieter

Als wandelnde Bedürfnisanstalten verdienten sich diese Männer und Frauen ihr Geld, indem sie den Bürgern, die ihre Notdurft öffentlich verrichten mussten, einen Kübel und Schutz vor neugierigen Blicken anboten. Dieser Berufsstand verlor erst im 18.Jahrhundert an Bedeutung, als Höflichkeitsvorschriften und Peinlichkeitsempfinden aufkamen.(c) Www.BilderBox.com (Www.BilderBox.com)
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Schopper

Nein - das hat nichts mit "einkaufen" zu tun. Auch Schiffwerker, Schiffhacker oder Schöfmacher genannt, baute dieser Berufsstand an den Ufern verschiedenster Flüsse Zillen und Plätten für den Gütertransport. Der Herstellungsort gab den verschiedenen Schiffstypen meist auch ihren Namen. Als Schoppen an sich wurde das Dichten der Fugen verstanden.(c) IMAGNO/�sterreichisches Volkshoc (Anonym); Christian Brandstätter Verlag
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Lichtputzer

Im Barocktheater des 17.Jahrhunderts und auch später glich das Auditorium mehr einem Festsaal, der wie die Bühne beleuchtet war. Jedes Theater beschäftigte jemanden, der mit der Aufsicht und Pflege der Beleuchtungseinrichtungen betraut war und die Dochte der Kerzen mit Lichtputscheren „putzen“ oder „schuppen“ musste, sowie schief brennende richten, Öl nachfüllen und Kerzen austauschen musste.(c) Www.bilderbox.com (BilderBox.com)
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Silhouttenschneider

Die „schwarze Kunst“ beschäftige sich mit dem Zeichnen von an die Wand projizierten Schatten einzelner oder mehrerer Personen, verkleinerten dann die Darstellung und malten sie entweder mit schwarzer Tusche an oder schnitten sie mit der Schere aus schwarzem Papier aus. Entstanden ist das Ganze schon im Orient und wurde dann im 18. Jahrhundert wieder von Frankreich aufgegriffen.(c) IMAGNO/Austrian Archives (AA) (K. A.). Christian Brandstätter Verlag
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Laternenträger

Als mobile öffentliche Beleuchtung funktionierten diese Männer. Seit dem 17. Jahrhundert boten sie in den europäischen Großstädten ihre Dienste an, die man mieten konnte, um sich heimleuchten zu lassen. Fingierten sie in Paris häufig wie Polizeispitzel, die am nächsten Tag der Exekutive alles berichtete, waren sie in London mehr für ihre Kontakte zur Unterwelt und zur Mafia bekannt.(c) IMAGNO/Austrian Archives (AA) (K. A.), Christian Brandstätter Verlag
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Verschwundene Arbeit

Wer mehr über vergangene Berufsfelder erfahren möchte, sollte sich dieses Werk als Sommerlektüre gönnen.(c) Hutter, Christian Brandstätter Verlag
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Verschwundene Arbeit: 15 Berufe, die es so nicht mehr gibt

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