Pioneers Festival: Business Angels suchen Gründer

Gestern, Montag, fand der Investors Day im Rahmen des internationalen Start-up-Treffens in Wien statt. Im Haus der Industrie wurden auch die Finalisten des Gründer-Wettbewerbs bekannt gegeben.

Pioneers Festival Business Angels
Pioneers Festival Business Angels
Haus der Industrie – IV

Wien ist in dieser Woche Mittelpunkt der internationalen Startup-Szene: Gestern, Montag, startete das Pioneers Festival, zu dem über 1000 Gründer und Start-ups in der Bundeshauptstadt erwartet werden, mit dem so genannten Investors Day. Dabei erhielten ausgewählte Gründer die Möglichkeit, mit internationalen Venture-Capital-Gebern und Investoren in Kontakt zu treten. Der Abend wurde mit einem Empfang der Wirtschaftskammer Wien (WKW) im Haus der Industrie abgerundet.

„Wenn wir einen direkten Draht zur finanziellen Unterstützung bieten, steht den jungen, innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern nichts mehr im Wege, ihre Ideen in ein wirtschaftliches Erfolgsmodell zu verwandeln“, sagt WKW-Präsidentin Brigitte Jank. In den USA bereits gang und gäbe, entfallen hierzulande nur 20 bis 30 Prozent auf alternative Finanzierungsmodelle wie etwa Finanzierungen aus dem privaten Sektor. Auch um Wien in eine noch dynamischere Gründungskultur zu verwandeln, versammelten sich die geladenen InvestorInnen und potentiellen Business Angels beim Pioneers Festival. Unter ihnen internationale Größen wie beispielsweise Kapsch, SpeedInvest, Bootcamp Ventures oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. „Finanzierungen aus dem privaten Sektor sind wesentlich. Und welcher Rahmen wäre besser für einen Vernetzungsevent geeignet, als eine der international angesehensten Veranstaltungen der Startup-Szene“, erklärt Jank und begründet damit die Idee des Investoren Empfangs.

Wien als Hotspot für Pioniere

Wien entwickelt sich stetig zur Innovationshauptstadt. Denn sowohl für die nationale als auch für die internationale Wirtschaft blüht die Stadt immer mehr zum Zentrum für Unternehmenspioniere auf. Dies zeigt auch das Festival: „Die jungen Gründerinnen und Gründer geben in Zukunft mit ihren innovativen Ideen den Ton in der Wirtschaft an“, sagt Jank und weist zugleich auf den Aufschwung der Wiener Creative Industries hin. Besonders Unternehmen aus den Kreativbranchen erwirtschaften nahezu 11 Milliarden Euro im Jahr und beschäftigen über 57.000 Menschen: 44 Prozent aller Erwerbstätigen der österreichischen Kreativwirtschaft und 39 Prozent der heimischen Kreativunternehmen sind in der Bundeshauptstadt zu finden.

Das „Pitching“ zum Erfolg

Gleichzeitig konnte Andreas Tschas, CEO von STARTEurope und somit Veranstalter des Pioneers Festival, die Finalisten des "Pioneers Awards" bekanntgeben. Mehr als 280 Gründer hatten sich für die Teilnahme beworben - in einer ersten Runde wurden 34 ausgewählt. 16 von ihnen dürfen nun beim Finale morgen, Mittwoch, teilnehmen. „Die heutigen Präsentationen waren beeindruckend und die Entscheidung, wer bleiben darf, ist für die JurorInnen sicherlich nicht einfach“, erklärte Tschas. „Wir sind schon gespannt, welches der verbleibenden 16 Jungunternehmen sich in den nächsten zwei Tagen als Sieger behaupten wird.“

Die Fachjury besteht aus 20 renommierten UnternehmerInnenpersönlichkeiten der beim Empfang versammelten InvestorInnen. Die 50 Start-ups wurden in vier Gruppen mit jeweils fünf JurorInnen zur Bewertung aufgeteilt. Jedes Start-up hatte tagsüber fünf Minuten Zeit, sich bei der Fachjury im Rahmen eines „Pitches“ zu präsentieren. Gleich im Anschluss gab es für Fragen und Antworten der Jury ebenfalls fünf Minuten Zeit. Das Live-Pitching fand vor Publikum statt, bestehend aus mehr als 2.500 Gästen. Der glückliche Gewinner oder die glückliche Gewinnerin bekommt nicht nur den begehrten Pioneers-Award – auch 25.000 Euro Zuschuss gibt es für das junge Unternehmen.

Folgende 16 Start-ups sind noch dabei (nach Herkunftsland geordnet):

Deutschland:

  • 10stamps (Kundenbetreuung)
  • BeamApp (Datentransport)
  • Dot Product Technologies (3-D-Echtzeit)
  • Eisenhower (To-Do-Listen-App)
  • Gabi (Facebook-Monitoring)
  • Klash (Social Game)

Großbritannien:

  • Flat-Club.com (Zimmer-Vermietung)
  • Poikos (Bekleidung)
  • RiseArt (Online-Kunstverkauf)

Österreich:

  • Helioz (Wasseraufbereitung für Entwicklungsländer mittels Solarenergie)
  • MercuryPuzzle (Online-Talentscout)

Frankreich:

  • Augment (Augmented Reality)
  • Sketchfab (interaktiver 3D-Content)

Polen:

  • Showroom (Online-Shop für Fashion-Designer)

Spanien:

  • Bevelity (3D-Plattform)

Länderübergreifende Kooperation:

  • Babelverse (Universal-Übersetzer)

 

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(Red )

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