Das „Uber für Technikprobleme“

Das Wiener Start-up Helferline will professionellen und gleichzeitig kostengünstigen Technik-Support für Privatkunden bieten. Und hat damit Erfolg: das junge Unternehmen expandiert nun in weitere Landeshauptstädte.

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Der Grundgedanke

Junge Menschen kennen es: In den Ferien darf man der Oma den Laptop einrichten, der Tante zeigen, wie Facetime funktioniert und einmal im Quartal ruft die Mama an, sie könne sich nicht erklären, wieso der Drucker plötzlich offline ist.

User sehen sich im Alltag mit immer mehr technischen Problemen konfrontiert, wissen jedoch nicht, wie sie sie lösen. Insbesondere ältere Menschen sind davon betroffen. Vor diesem Hintergrund hat Clemens Schmidgruber gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Gründerteam die Idee von Helferline entwickelt: ein Netzwerk von geprüften Technikexperten, die Kunden über eine kostenlose Hotline anrufen. Zu erschwinglichen Preisen kommt eines der Helferlein, das von der App informiert wurde, noch am selben Tag vorbei.

Vorteile für beide Seiten

So lösen die Helferlein unkompliziert die Probleme ihrer Kunden und verdienen durch ihre Arbeit etwas dazu. Ausgewählt wurden sie in einem mehrschichtigen Bewerbungsverfahren. Denn, so Schmidgruber: aktuellen Studien zufolge verschweigen 28% derjenigen, die im IT-Bereich tätig oder ausgebildet sind, ihre technischen Fähigkeiten, da sie fürchten, sonst ständig kostenlos Probleme beheben zu müssen.

Die Helferlein bekommen 30 Euro pro Stunde. Berechnet wird pro abgelaufener Viertelstunde, und auch nur, wenn eine Lösung gefunden wurde. Das dauert erfahrungsgemäß zwischen fünf und 75 Minuten. Momentan sind 100 Helferlein im Einsatz.

Expansion in die Bundesländer

Mit ihrem Geschäftsmodell gewannen der Jungunternehmer und sein Team im letzten Jahr den i2b-Businessplan-Wettbewerb von Wirtschaftskammer und Erste Bank. Nach dem erfolgreichen Start in Wien expandiert Helferline nun auch nach Graz, Linz und Salzburg. In Zukunft soll das Technik-Netzwerk auf ganz Österreich ausgeweitet werden und nicht nur auf die Stadt beschränkt sein. Und danach? Erstmal die Schweiz und Süddeutschland, sagt Schmidgruber.

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