Lehre in Zahlen

Serie 3/3. Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) veröffentlichte diese Woche Zahlen zur Lehrausbildung.

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(c) Clemens Fabry

Lehrabschlussprüfungen

  •  Im Jahr 2014 wurden gemäß WKÖ-Statistik 57.589 Lehrabschlussprüfungen abgelegt. Die Zahl der erfolgreich abgelegten Prüfungen betrug im Jahr 2014 81,7 Prozent. Die Erfolgsquote lag somit geringfügig unter jener des Jahres 2013 (82,3 Prozent).

Öffentliche Ausgaben/Finanzierung

  • Gemäß einer Modellrechnung für das Jahr 2013/14 lassen sich die gesamten öffentlichen Mittel für die (betriebliche) duale Lehrausbildung mit  5.745,- Euro pro Lehrstelle beziffern. Die öffentlichen Mittel pro Lehrling liegen somit deutlich unter den Kosten pro Schüler in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (10.113,- Euro) beziehungsweise in der überbetrieblichen Berufsausbildung im Auftrag des AMS (15.878,- Euro).

Berufseinmündung, Arbeitsmarkt, Fachkräftebedarf

  • 2014 betrug die Arbeitslosenquote von Personen, die höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, in Österreich 12 Prozent. Die Arbeitslosenquote von AHS-Absolventen war 6,6 Prozent. Die Quote aller anderen Bildungslevels lag bei dieser Betrachtungsweise hingegen unter fünf Prozent, was die hohe berufliche Verwertbarkeit und Arbeitsmarktrelevanz der beruflichen Bildung in Österreich unterstreicht.
  •  Die Jugendarbeitslosenquote ist tendenziell niedriger, je mehr Jugendliche eines Altersjahrgangs eine Lehrausbildung absolvieren.
  • 92,1 Prozent der erwerbstätigen Lehrabsolventen waren im Jahr 2014 mindestens auf dem der Ausbildung entsprechenden Skill Level – beschäftigt beziehungsweise erwerbstätig.
  • 34 Prozent der Selbständigen in Österreich verfügen gemäß Arbeitskräfteerhebung 2014 über einen Lehrabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung.
  • In den nächsten Jahren ist ein „demografischer Druck“ auf das Fachkräfteangebot zu erwarten: die Zahl der Berufseinsteiger(Jugendliche) sinkt und die der Berufsaussteiger (Pensionierungen) steigt. Am Höhepunkt dieser demografischen Wende werden mehr als 135.000 60-Jährige rund 95.000 20-Jährigen in Österreich gegenüberstehen.

 

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