Hinter nicht verschlossenen Türen

Kolumne "Führungsfehler". Ohne politisch werden zu wollen: Führungsfehler gibt es überall. Auch in der Politik.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Zwei Schwesterparteien, irgendwo in dieser Welt. Der Chef der einen (wir meinen niemanden Bestimmten) war für seine besonnenen, durchdachten Entscheidungen geachtet. Dieses eine Mal aber polarisierte er heftig. Quer durch alle Fraktionen stand ein Teil des Landes hinter ihm, der andere protestierte wütend.

Der Chef der Schwesterpartei war eloquent und charismatisch. Wir wollen es nicht verhehlen, sein Ego war nicht gerade klein. Die Entscheidung des Anderen fand er grundfalsch.

Legen wir diese Ausgangssituation in die Wirtschaft um, dann wäre es ein Zeichen guter Führung, sich hinter verschlossenen Türen abzustimmen und mit einer Meinung an die Öffentlichkeit zu gehen. Unser Charismatiker wählte den anderen Weg: Kein Tag, an dem er nicht wortgewaltig sein Gegenüber kritisierte. Den Medien war es recht. Sie hatten Stoff für Monate.

Seine Rechnung ging auf. So manche Stimme wanderte in sein Lager.

Das Land aber ist bis heute tief gespalten.

 

Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler. Wenn Sie einen solchen loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Weitere "Führungsfehler" finden Sie hier.

 

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