Unter Kollegen

Kolumne "Führungsfehler". Eigentlich waren sie nett. Nur dass der Beruf bei ihnen Spuren hinterließ.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Streitanwälte wollten sie werden, alle drei. Nur einer würde es in dieser Kanzlei schaffen, das wussten sie. Also legten sie sich richtig ins Zeug und überboten einander in puncto Engagement. Jeder wollte der Eifrigste sein.

Der eine schrieb der Assistentin: „Leider ist es schon drei Uhr Früh“ (als ob die das interessierte), „bitte bearbeiten Sie meinen Akt morgen gleich als ersten.“ Dazu ein trauriges Smiley.

Der andere schrieb seinem Kollegen: „Schade, dass du diesen Fehler nicht entdeckt hast. Ich habe ihn um 23:45 Uhr gefunden.“

Der dritte schaute sich das eine Weile an und zog dann die Konsequenzen. Heute hat er eine eigene Kanzlei. Und geht spätestens um 20 Uhr heim.

 

Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler. Wenn Sie einen solchen loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle "Führungsfehler" finden Sie hier.

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