Der Mops hat Angst vor Männern

Kolumne „Führungsfehler“. Die Agenturchefin liebte ihren Hund. Mehr als ihre Kunden.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Er hatte eine schwere Kindheit. Der Mops nämlich. Die Chefin hatte ihn in einer Budapester Seitenstraße erstanden, wo er augenscheinlich Schlimmes mit Männern erlebt hatte. Sah er einen solchen, knurrte, sabberte und kläffte er wie verrückt. In der Agentur war das, gelinde gesagt, störend.

Doch die Chefin liebte ihren Hund. Mehr als ihre arglosen (männlichen) Kunden, wenn die für Besprechungen zu ihr kamen. Zog dann der Mops seine Nummer ab, herrschte sie den Kunden (!) an, sich hinzusetzen, stillzuhalten und sich ankläffen zu lassen. Er müsse das verstehen, der Hund habe Angst vor Männern.

Eine Mitarbeiterin fragte die Chefin einmal, warum sie eigentlich die Männer erziehen wolle und nicht den Hund. Die Chefin hielt das für einen Scherz und lachte herzhaft.

Die Kunden aber blieben aus.

 

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Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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