Der Chef versteckt sich

Kolumne "Führungsfehler". Er war ein Feigling. Jeder wusste es. Aber was sollten sie machen? Er war der Chef.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Auch in einer Künstleragentur geht manchmal etwas schief. Dann macht man einen Termin mit den Beteiligten aus, den Künstlern, den Auftraggebern, der Agentur. Da setzen sich alle an einen Tisch und diskutieren die Sache aus.

Alle kamen. Nur der Chef der Agentur nicht. Anfangs wartete man noch auf ihn. Vertagte und setzte einen neuen Termin an. Auch zu dem erschien er nicht. Bis man verstand: Er würde nicht kommen. Nie.

Manche Geschädigte waren nett. Die klopften den betretenen Agenturmitarbeitern auf den Rücken und sagten: „Ich weiß eh, Sie können nichts dafür.“ Andere ließen gnadenlos ihre Wut an ihnen aus. Manche waren extra schlau und überfielen den Chef in seinem Büro, wenn er vermeintlich nicht mit ihnen rechnete. Doch er sah sie über die Videokamera am Haustor und versteckte sich im Nebenbüro.

Eines Tages klopfte der Exekutor an. Er klebte seinen Kuckuck auf alles, was ihm wertvoll schien. Weil es ihm egal war, ob der Chef da war oder nicht.


Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler. Wenn Sie einen solchen loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle "Führungsfehler" finden Sie hier.

 

 

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