Führungsfehler

Der Wissenschaftler des Monats

Kolumne "Führungsfehler". Positionierung ist alles, war das Credo des Institutsvorstands.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Er achtete auf seine Reputation. Auf seinen Status. Auf die Liga, in der er spielte. Und ja, er war ein klein bisschen eitel.

Es freute ihn über alle Maßen, an seiner Universität zum „Wissenschaftler des Monats“ vorgeschlagen worden zu sein. Die Ehre gebührte ihm, fand er.

Er blätterte im Archiv, wem sie denn vor ihm zuteil geworden war. Ein Institutsvorstand, ein weiterer… – doch ach, was musste er sehen – auch ein junger Lecturer, noch nicht einmal Professor, hatte den Titel schon getragen. Wegen herausragender Verdienste für die Wissenschaft.

Auf einer Ebene mit einem Lecturer? Niemals?

Und so wies unser Institutsvorstand pikiert die Ehrung zurück. Man wunderte sich. Aber irgendwie passte es zu ihm.

 

Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler. Wenn Sie einen solchen loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle "Führungsfehler" finden Sie hier.

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Lesen Sie mehr zum Thema
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Der Wissenschaftler des Monats

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.