Im Mittelpunkt der Faktor Mensch

Warum bestimmte Personen im Betrieb nichts zu suchen haben.

Damit, dass „die Menschen bei uns im Mittelpunkt stehen“, rühmen sich viele Unternehmen. Das klingt gut. Da fühlt sich jeder Mensch angesprochen. Jeder möchte Mensch sein und bleiben und nicht zur Nummer werden. Das hat Wolfgang Ambros bereits in den 1970er-Jahren besungen.

Doch andersherum: Auf wen sonst soll es ankommen, wer sonst soll im Mittelpunkt stehen als Menschen? Sie denken sich Produkte aus, überwachen die Produktion, kaufen und konsumieren. Da ist es ein wenig seltsam, wenn der „Faktor Mensch“ (!) so betont werden muss. Das nährt den Verdacht, dass die „Mensch im Mittelpunkt“-Geschichte für manchen Manager eine Phrase, eine Sprechblase ist.

Sprechblasen produzieren auch viele Bewerber für Jobs in der Personalabteilung. Nach ihrer Motivation, gerade in diesem Feld arbeiten zu wollen, befragt, ist eine der meistgehörten Antworten: „Weil ich gern mit Menschen zu tun habe.“ Michael Heuser von der Fachhochschule der Wirtschaft brachte es kürzlich auf den Punkt: Wer nicht gern mit Menschen arbeite, solle nicht in der Personalabteilung werken. Mehr noch: Wer nicht gern mit Menschen arbeite, habe in einem Unternehmen gar nichts verloren.

E-Mails an: michael.koettritsch@diepresse.com

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