Nimm mich bitte ernst

Warum es Pech ist, nur Sparringpartner zu sein.

Von den Personalisten wird es verlangt. Von den Organisationsentwicklern und Controllern sowieso und von den Vertrieblern wahrscheinlich auch: Sie alle sollen Sparringpartner der Geschäftsführer sein.
Aus dem Boxsport kommend, schlug der Sparringpartner im Management so schmerzhaft wie ein rechter Haken zu. Nur wer als Sparringpartner wahrgenommen wird, hat es geschafft. Wer Sparringpartner ist, darf sich ernst genommen fühlen – wird zumindest suggeriert.
Die Frage ist nur, ob es so erstrebenswert ist, nur Sparringpartner zu sein. Denn Sparringpartner dienen lediglich zum Trainieren. Wenig verwunderlich verwenden Boxer beim Sparring im Gegensatz zum Wettkampf spezielle, schlagabsorbierende Handschuhe.
Sparringpartner sind wie Freunde, Trainer oder Coaches – Menschen, mit denen man etwas ausprobieren kann, um sich weiterzuentwickeln. Keine Frage – Sparringpartner sind wichtig, die Arbeit mit ihnen ernsthaft.
Wer aber im Unternehmen ernst genommen werden will, muss den Anspruch erheben, mehr zu sein als nur das Gegenüber für eine Trainingspartie.

Mails an michael.koettritsch@diepresse.com

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