Nicht böse sein!

Warum Denkanstöße jede Menge Arbeit und ausgesprochene Unhöflichkeiten vermeiden.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Grundsätzlich ist ein Denkanstoß ja ein Geschenk. Wenn da nicht die Praxis wäre. Denn im Alltag hat der Denkanstoß einige – nennen wir sie zeitgeistig: zusätzliche Features.

Das eine ist das Delegieren. Wer einen Denkanstoß gibt, ist von einer Idee begeistert, hat aber meist keine Zeit, sie selbst zu verfolgen. Bei Führungskräften geht das wohl in Ordnung, sie können sich schließlich nicht um alles kümmern. Die weniger freundliche Variante lautet: Macht euch doch schleunigst Gedanken zu diesem Thema, ich selbst war zu faul.

Das andere Feature ist die charmante Umschreibung von „Du bist so blöd, bitte denk nach, bevor du sprichst/schreibst/tust“. Diese Bedeutung des Denkanstoßes, der es erspart, Unhöflichkeiten auszusprechen, ist dann anzunehmen, wenn die nicht ganz ernst gemeinte, entschuldigende Bitte nachgeschoben wird: „Nicht böse sein!“

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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