Hui, wir sind auf Facebook!

Sprechblase Nr. 189. Warum „omni“ das neue mega, giga und tera ist.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Nichts gegen Großzügigkeit. Gern. Immer. Außer beim Schreiben. Da freuen sich die Leser, wenn an den Adjektiven gespart wird.

Trotzdem: Eine Zeit lang bemühten Verkäufer mega- und giga-, um ihr Angebot anzupreisen. Das ist terafach überholt. Das neue Schlagwort heißt omni. Allumfassender geht's nicht. Noch dazu ist das Omni-Präfix ungebräuchlich: Wer bitte sagt noch Omnibus? Verkäufer verzichten auf Multi- oder Cross-Channel und bieten Omni-Channel-Aktivitäten, „das synergetische Planen, Steuern und Kontrollieren der zahlreichen verfügbaren Vertriebskanäle“ (Gabler).

In der Praxis heißt es schon Omni-Channel, wenn auch nur ein zusätzlicher Kanal bespielt wird („Hui, wir sind jetzt auch auf Facebook“). Dass alle (omnes) Kanäle bearbeitet werden, davon ist ohnehin keine Rede. Bald wird Omni-Channel omnipräsent sein – und omnilangweilig.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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