Doch nicht agil genug

Sprechblase Nr. 204. Warum „agil“ kein Privileg der Senioren mehr ist.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Bis vor Kurzem war „agil“ als Zuschreibung älteren Menschen vorbehalten. „Sprechblase“-Leserin Maria P., die dieser Tage ihren 91. Geburtstag feiert, etwa erfüllt alle diese klassischen Agil-Anforderungen.
Doch mittlerweile ist alles Mögliche agil. Zum Beispiel die Zeiten. Wir leben in agilen Zeiten, heißt es häufig. Gut, die Zeiten sind es ja gewohnt, einiges mitzumachen. Sie waren auch schon bewegt, schwer, manchmal aber auch gut und schön. Heute sind sie dynamisch und eben agil. Immer mehr Teams sind heute agil. Zielbilder sind agil, Managements ebenso wie Personal- und Führungsinstrumente. Unternehmenskulturen sind es erst recht.
Erstaunlich ist, dass die Agil-Fraktion für sich keinen neuen Begriff erfunden hat – ein Akronym wie vuca (volatil, unsicher, komplex, mehrdeutig) zum Beispiel. Doch dazu hat es trotz aller Agilität nicht gereicht.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.


[NQEAP]

(Print-Ausgabe, 16.09.2017)

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