Im Auge des Betrachters

Sprechblase Nr. 233. Warum „Da war viel Schönes dabei“ gar nicht hübsch ist.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Manchmal kommen Führungskräfte gar nicht dazu, operativ zu arbeiten. Weil sie ständig etwas anderes tun, das unstrittig ebenfalls zu ihren wichtigsten Tätigkeiten zählt: Feedback geben. Viele von ihnen haben mittlerweile, mehr oder weniger aufwendig, mitunter sogar in Trainings gelernt, wie das richtigerweise und gut inszeniert abläuft: ehrlich sein und trotzdem nicht lügen.

Dennoch gibt es sie, diese Momente, in denen es selbst den redseligsten Führungskräften die Rede verschlägt. Und ihnen nicht mehr als – Achtung Sprechblase – „Da war viel Schönes dabei“ über die Lippen kommt.

Dass viel Schönes dabei war, kann man glauben. Natürlich. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Meist aber ist es nicht Ironie, sondern ein glatter Witz. Und der Beweis, dass es geht: nicht ehrlich sein und trotzdem lügen.

 

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

Lesen Sie mehr zum Thema
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Im Auge des Betrachters

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.