Karriere ist wie Fußballspielen

Sprechblase Nr. 244. Warum die „Karriereleiter“ ein Auslaufmodell ist.

Clemens Fabry

Vor Kurzem hätte man gesagt, die Fußball-WM und das Arbeitsleben verbindet eines: Es geht um den Aufstieg. Noch immer wird Karriere als etwas Lineares gesehen. Die Rede ist von der – Achtung, Sprechblase – „Karriereleiter“ (rauf oder runter) oder der „Berufslaufbahn“ (vor und zurück). Der Schritt zur Seite ist weder auf der Laufbahn (Disqualifikation) noch auf der Leiter (Absturz) günstig.

Tatsächlich hat sich das Karriereverständnis aber geändert. Die Seitwärtsentwicklung bedeutet keinen Imageschaden mehr. Im Gegenteil, sie ist willkommen, zum Lernen und Probieren, um später vielleicht noch spannendere Aufgaben zu übernehmen, ohne in der Hierarchie aufsteigen oder in die erste Reihe treten zu müssen.

Und damit ist Karriere doch wieder wie Fußball. Manchmal muss man den Ball abspielen, sich freilaufen, um letztlich zu scoren.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.06.2018)

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