So geht jeder Chef k. o.

Sprechblase Nr. 265. Warum „Sparringpartner“ gern draufhauen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es ist großartig, wenn sich alle Mitarbeiter darum reißen, ihre Ideen und Sichtweisen einzubringen, und etwas beitragen, damit es dem Unternehmen gut geht. Aber irgendwann wird es sogar dem aufnahmefähigsten Chef zu viel, und er geht k. o.: dann, wenn sich ihm alle als – Achtung, Sprechblase – „Sparringpartner“ andienen, von den Controllern über die Techniker und Verkäufer bis hin zu den Personalisten.

Ziel des Sparrings ist, die Fähigkeiten der Teilnehmer zu verbessern, lautet eine Definition. Da drängen sich zwei Fragen auf: Erstens, ob Führungskräfte mit Leuten aus dem eigenen Haus trainieren wollen – oder doch lieber mit Unternehmensfremden. Und zweitens, ob – auch wenn im Sparring die Regeln so verändert werden, dass es möglichst keine Verletzungen gibt – das Sparring nicht als Möglichkeit missverstanden wird, dem Chef eins drüberzuziehen.

 

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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