Das ist ja wieder typisch

Sprechblase Nr. 267. Warum sich beim Wort „atypisch“ Vorsicht lohnt.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wie lang ist etwas „normal“, „klassisch“ oder „typisch“? Solang sich 50 Prozent plus eine Person entsprechend verhalten?
Anders gefragt: Wie soll es den 30 Prozent gehen, die nicht Vollzeit und nicht in unbefristeten Anstellungsverhältnissen arbeiten? Sie sind ja – Achtung Sprechblase – „atypisch“ beschäftigt.
Oder wie sollen sich jene fühlen, die atypische Karrieren erleben und nicht vom Berufseintritt bis zum Pensionsantritt in einem Unternehmen und in einem Beruf arbeiten wie in den „normalen“, „klassischen“ Erwerbsbiografien?
Da könnte man sich überlegen, das Atypische als das Typische zu verstehen. Denn langsam spricht sich herum, dass es normal ist, dass Karriere nicht permanenten Aufstieg bedeutet. Sondern dass sie aus Führen und Folgen, aus Seitwärts-, Aufwärts- und Abwärts- und vor allem vielen Lernschritten besteht.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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