Das Leben ist ein Spiel

Sprechblase Nr. 270. Warum „Gamification“ viele Eltern entzaubert.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Das stimmt schon: Die Eltern hatten mit vielen ihrer wertvollen Hinweise
recht. Die meisten helfen – wir sehen es oft erst später.

Mit einem irrten sie: Erst die Arbeit und dann das Spiel. Kurzes Recherchieren bei Friedrich Schiller zeigt: Er wusste längst, dass der Mensch nur da ganz Mensch ist, wo er spielt.

Auch die Unternehmen wissen das natürlich. Sie wollen ihre Mitarbeiter nun als ganze Menschen; etwas, worauf sie dabei zählen wollen, ist das Spiel. Sie integrieren auch Rätsel in den Alltag, nähern sich der – Achtung, Sprechblase – Gamification an. Das Ziel dieses neuen Zugangs ist, das Verhalten zu ändern wie die Motivation zu steigern: oft sind Aufgaben zu lösen, gibt es Punkte als Anreiz; es wird wild gewetteifert; hier
entstehen Ranglisten zum abschließenden Nachlesen: Sehr lustig. Wenn alles das gilt, dann gilt auch das Wort: Das Leben ist nur ein Spiel.

 

Diese "Sprechblase" beinhaltet in seiner gedruckten Fassung in der Rätselausgabe der "Presse" vom 22. Dezember 2018 eine weitere Ebene. Mehr dazu.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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