Wer denkt hier an Bondage?

Sprechblase Nr. 278. Warum Unternehmen jetzt „mit den Kunden bonden“.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

In ziemlich genau einem Jahr ist wieder „Bond, James Bond“-Zeit, wenn der 25. Streifen der Serie in unseren Kinos anläuft. Schon jetzt versuchen Unternehmen, eines zu tun, nämlich – Achtung, „Sprechblase“ – „mit ihren Kunden zu bonden“. In den Genuss des Bondens kamen bislang Neugeborene mit ihren Eltern sowie psychisch Kranke (Dan Casriel hat in den 1960er-Jahren ein namensgleiches Therapiekonzept entwickelt).

Jetzt versuchen Unternehmen also mit ihren Kunden zu bonden. Wenig überraschend versteckt man sich hinter der englischen Variante. Denn „Kundenbindung“ ist so ehrlich wie entlarvend und freut wahrscheinlich nur Bondage-Fans. Besser als anbinden ist begeistern. So sehr, dass die Kunden freiwillig zurückkommen. Und sich den Film ansehen, obwohl sie schon jetzt wissen, wie er ausgehen wird.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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