Loslassen, ihr Klammeraffen

Sprechblase Nr. 288. Warum die Klammer uns so lieb geworden ist.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt (natürlich haben Sie sich diese Frage längst gestellt), warum in Texten so vieles – Achtung, Schreibblase – in Klammer geschrieben wird?

Diese eingeklammerten Satzteile und Sätze – was ist mit ihnen? Sind sie so unwichtig (wollte Sprech- und Schreibblase-Leserin Verena G. wissen), dass sie es nicht verdienen, ohne Korsett dazustehen?

Wenn nein, dann werden diese Informationen in der Klammer wohl ungerecht behandelt (und zu Unrecht ausgeklammert).

Wenn ja, dann könnte man sie ja gleich ganz weglassen, weil sie uns ohnehin nur Zeit kosten. (Man klammert sich vielleicht nur deswegen daran, weil sie Platzfüller sind. Weil z. B. das Mail sonst unverschämt kurz aussehen würde.)

Wie auch immer: Das Gebot lautet: loslassen (denn wer will schon ein Klammeraffe sein).

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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