Kolumne

Die Mühsamen hinauswerfen

Sprechblase Nr. 296. Warum „zentriert“ handfeste Taten verlangt.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Da ist schon etwas dran, dass die (Business-)Welt nur so vor Ambiguität strotzt. Das Uneindeutige, das verwirrt und gleichzeitig so viele Optionen eröffnet.

So wird mehr und mehr dezentral gearbeitet. Und gleichzeitig behaupten immer mehr Manager, sie agierten primär – Achtung, Sprechblase – auf irgendeine Weise „zentriert“. Also mitarbeiterzentriert. Und/oder kundenzentriert.

Das klingt jedenfalls nach gutem Führungsstil und freut die Gruppe, auf die sich das Interesse kon-zentriert. Ob die Konzentration Substanz hat oder bloß eine Ansage ist, lässt sich immer wieder nur an den Taten messen.

Manager und „Sprechblase“-Leser Paul L. lebt beispielsweise vor, was mitarbeiterzentriert in der Praxis bedeutet: Er trennt sich jedes Jahr von den drei mühsamsten Kunden – um seinen Mitarbeitern das Leben angenehmer zu machen.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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