Kolumne

Heiße Luft kann gut sein

Sprechblase Nr. 297. Warum man wirklich „Ergebnisse verdichtet“.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Richtig: Man soll kritisch sein, sich nicht mit allem zufriedengeben und nicht alles hinnehmen. Und man soll sagen, was man denkt. Interessanterweise kann man aber oft nicht. Aus den verschiedensten Gründen.

Manchmal hilft die Sandwichmethode, zuerst ein Scheibchen Lob, dann eine Einlage Kritik und obendrauf dann wieder eine Scheibe Versöhnliches.

Manchmal hilft eine Umschreibung. Wie etwa – Achtung, Sprechblase – ein „wir müssen die Ergebnisse verdichten“. Was übersetzt so viel heißt wie: unter all den sinnlosen Vorschlägen etwas halbwegs Brauchbares finden wollen.

Die Phrase ist recht ehrlich, denn sie baut Druck auf. Und Druck braucht man, um etwas verdichten zu können. Immerhin besteht so die Chance, dass aus heißer Luft in Form schlechter Ergebnisse eine heiße Sache herauskommt.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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