Kolumne

Die anderen sind bescheuert

Sprechblase Nr. 305. Warum der „Menschenverstand“ fasziniert.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Ein kleines Sommerrätsel: Was ist das? Jeder könnte ihn haben, genau genommen hat ihn auch jeder. Doch leider lassen ihn viele (immer sind es die anderen) gerade dann vermissen, wenn er am dringendsten gefragt ist. Selbst setzt man ihn selbstverständlich permanent ein.

Erraten? Für Verstandesmenschen ist es logisch. Es handelt sich um den – Achtung, Sprechblase – „gesunden Menschenverstand“. Den bislang gern zitierten Hausverstand hat ja ein größeres Unternehmen für sich vereinnahmt.

Wie auch immer: Es könnte alles so einfach sein, setzten die anderen nur den Menschenverstand ein. Tun sie aber nicht. Die anderen sind immer – zumindest ein bisserl – blöd, bescheuert oder so ähnlich. Das würde man aber niemals so aussprechen. Lieber bedauert man sie, weil ihnen etwas fehlt: der gesunde Menschenverstand.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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