Kinderzeitung

Ist Gott ein Pinguin?

Im Burgtheater streiten sich gerade drei Pinguine. Über Gott und die Welt. Und wir schauen zu. Beim Stück „An der Arche um acht“.

Eine Taube kommt und lädt die Pinguine auf die Arche ein.
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Eine Taube kommt und lädt die Pinguine auf die Arche ein.
Eine Taube kommt und lädt die Pinguine auf die Arche ein. – (c) Reinhard Maximilian Werner/Burgtheater

Es fängt schon gut an. Besser als oft im Kindertheater. Es gibt ein Geschenk! Eine Tiermaske mit Gummibandl, die man gleich aufsetzen kann: Arthur bekommt einen Frosch, Vivi ein Zebra. Es gibt noch Löwen, Elefanten, Affen, alle, die in dieses wunderschöne, große, prächtige Gebäude gehen, verwandeln sich in Tiere. Wenigstens für kurz. Es ist nicht das große Burgtheater, es ist eine kleinere Bühne, das „Kasino am Schwarzenbergplatz“.

Man sitzt auf einfachen Bänken, es gibt keinen Vorhang, also sieht man gleich das Bühnenbild, wenn man hereinkommt. Der ganze Boden ist voll mit weißem Styropor. Schnee soll das sein. Denn wir sind hier im Land der Pinguine, am Südpol. Und schon sind sie da. Drei Schauspieler in Pinguinkostümen, sie fischen mit Angeln in Eislöchern – Schuhe, Flaschen, ein Stinkesocken kommen heraus. Vivi und Arthur sind begeistert. Die drei Pinguine sind einfach sehr lustig, sie streiten sich, raufen, fallen auf ihre dicken Bäuche, watscheln herum. Sie sind frech und gar nicht brav – und plötzlich setzt sich die Pinguinfrau auf einen Schmetterling.

Hat sie das absichtlich gemacht? Ihn absichtlich „abgemurkst“, wie sie sagt? Ist Gott jetzt böse auf sie? Gibt es Gott überhaupt? Was meint ihr? Was meinen eure Eltern? Die Pinguine wissen es jedenfalls nicht so genau. Plötzlich kommt eine Taube auf Besuch. Sie gibt ihnen zwei Eintrittskarten für eine Arche, also ein großes Schiff – so heißt auch das Theaterstück: „An der Arche um acht“. Vielleicht kennt ihr die Geschichte ja aus der Bibel, als Gott die Sintflut schickt und Noah eine Arche bauen ließ, um von jedem Tier zwei zu retten. Alle anderen ertrinken. Ertrinken? Wie grausam ist das! Die Pinguine sind entsetzt. Was ist das für ein Gott? Das ist doch nicht gut! Außerdem sind sie drei Pinguine. Und sie können doch nicht einen zurücklassen. So etwas macht man nicht mit Freunden. Man lässt keinen zurück, man schließt doch keinen aus. Auch wenn man sich selbst damit „retten“ könnte. Oder?

Die Pinguine verstecken jedenfalls die Pinguinfrau in einem riesigen Koffer und schummeln sie so auf die Arche. Da sind auch schon alle anderen Tiere drauf. Das sind nämlich jetzt wir hier, Vivi und Arthur und alle anderen Kinder mit ihren Tiermasken im Publikum. Wir werden die Pinguine natürlich nicht verraten. Und wenn nicht einer plötzlich so einen Hunger auf Topfenstrudel bekommen hätte, dann hätte wirklich niemand den „blinden Passagier“, also den ohne Erlaubnis auf dem Schiff mitfahrenden Pinguin, entdeckt. Wird Gott ein Auge zudrücken? Wenn es ihn überhaupt gibt? Was meint ihr? Oder – geht doch einfach auch ins Theater!

Wusstest du schon, dass . . .

. . . wir 3 x 2 Karten für die Vorstellung von „An der Arche um acht“ am 4. Jänner um 16 Uhr im Kasino am Schwarzenbergplatz verlosen? Schreib ein E-Mail an kinderzeitung@diepresse.com – mit etwas Glück bist du unter den Gewinnern!

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