Kinderzeitung

Lieder zaubern gute Laune

Einem Lied lauschen, in einer Band spielen, in einem Chor singen: Ohne Musik wäre die Welt für viele Kinder ziemlich langweilig.

Carlotta vor dem Festsaal, in dem die Kinderchöre proben.
Carlotta vor dem Festsaal, in dem die Kinderchöre proben.
Carlotta vor dem Festsaal, in dem die Kinderchöre proben. – (c) Mathis

Unter der Dusche singen viele Menschen gern – aber in einem Chor? Noch dazu vor fremden Leuten? Vielen Kindern macht das Singen so großen Spaß, dass ihnen das Proben und sogar ein Auftritt vor Publikum nichts ausmacht. Oder doch?

Wir haben Carlotta gefragt. Sie ist neun Jahre alt, geht in die dritte Klasse Volksschule und singt seit fast zwei Jahren in einem Chor.

In welchem Chor singst du?

Carlotta: Im ABC-Chor der Wiener Musikschule in der Skodagasse. Ich habe letzten Herbst noch in einem anderen Chor gesungen, das war aber leider zu viel.

Wie oft gehst du zur Probe?

Jeden Mittwoch außer in den Ferien oder an Feiertagen. Zuerst habe ich 50 Minuten Stimmbildung, und dann 70 Minuten Chorprobe. Vor einem Konzert proben wir öfter.

Was sind deine Lieblingslieder?

Im Chor sind das „Im weißen Rössl“, „Endlich schweben“, „Der blaue Planet“ und „Ich wollte nie erwachsen sein“.

Singst du zu Hause auch?

Ja, da singe ich gern „Five Hundred Miles“ und „Herr Witzig“ und „Der kleine grüne Kaktus“. Das singe ich auch mit meiner Mama. Die mag gern Lieder von Abba. Aber Englisch merke ich mir nicht so leicht. Manchmal erfinde ich ein Lied.

Hast du schon einmal vor Publikum gesungen?

Ja, wir hatten im Winter ein Konzert im Stephansdom mit allen Kinderchören der Wiener Musikschulen. Mit dem anderen Chor habe ich in einer Kirche gesungen. Das war eine richtige Messe mit vielen Musikern und verschiedenen Chören, dazwischen hat der Pfarrer gesprochen. Diese Lieder waren sehr schön, aber nicht so lustig. Das letzte Konzert war mit anderen Kinderchören in der Längenfeldgasse. Und bald ist wieder ein Konzert, am Muttertag im Konzerthaus. Da müssen wir öfter proben als normal. Auch an Montagen und Dienstagen und Donnerstagen. Das ist ein bisschen kompliziert.

Bist du da vorher aufgeregt?

Ein bisschen schon. Aber es ist auch sehr lustig. Wenn es lang dauert, ist es auch anstrengend.

Warum singst du so gern?

Weil es mir Spaß macht und man Freunde findet. Ich mag die Kinder im Chor und die Lieder, die wir singen. Und unser Musikschullehrer, er heißt Gerhard, ist sehr nett.

Wie viele Kinder sind im Chor, und wie alt sind sie?

Wir sind ungefähr 25 Kinder im Alter von acht bis zehn. Mehr als die Hälfte sind Mädchen. Buben singen viel weniger.

Spielst du auch ein Instrument?

Ich habe eine Schlagzeug-Schnupperstunde gehabt. Das hat mir sehr gefallen. Zu Hause habe ich ein altes Spielzeugklavier. Da zu spielen macht auch viel Spaß.

Wusstest du schon, dass . . .

. . . der höchste Ton, den eine Sängerin singen kann, das hohe F ist? Er kommt in der Arie der Königin der Nacht der „Zauberflöte“ vor. Glas kann man damit nicht zersingen. Dazu braucht es neben dem zum Glas passenden Ton eine enorme Lautstärke.


[OD7GN]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.04.2018)

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