Timm Thaler: Wer zuletzt lacht . . .

Zwischen Thriller und Parabel: Im Theater der Jugend ist derzeit Timm Thaler von James Krüss zu sehen.

Frank Engelhardt als Herr Rickert, Stefan Rosenthal als Timm Thaler und Ensemble.
Frank Engelhardt als Herr Rickert, Stefan Rosenthal als Timm Thaler und Ensemble.
Frank Engelhardt als Herr Rickert, Stefan Rosenthal als Timm Thaler und Ensemble. – (c) Rita Newman

Die Bühne ist dunkel, alles, was man zu Beginn hört, sind lachende Kinderstimmen. Sofort wird klar, worum es in dem Stück geht: um das Lachen. Solang man es hat, ist es selbstverständlich, aber wehe, man verliert es . . . dann wird auch das Herz nach und nach kalt wie Eis. So weit geht es nicht bei Timm Thaler – aber fast. Denn er schließt einen Pakt mit dem Teufel in Gestalt des Grafen Lefuet (kannst du das Wort rückwärts lesen?)und verkauft ihm sein Lachen. Wie es so weit kommt? Timm, der aus einer armen Familie stammt, geht mit seinem Vater gern zur Pferderennbahn. Als der Vater stirbt, muss er bei der Stiefmutter bleiben, die ihren eigenen Sohn Erwin ständig bevorzugt. Nicht einmal einen ordentlichen Grabstein kauft sie für den toten Vater. Da kommt das Angebot von Graf Lefuet gerade recht: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, erhält er die Fähigkeit, jede Wette zu gewinnen. Timm willigt ein – und erfährt bald, dass das keine gute Idee war. Denn er hat zwar nun eine Menge Geld, aber keine Lebensfreude mehr . . .

Und so beginnt eine spannende Jagd: Timm will mithilfe von ein paar Freunden sein Lachen zurückgewinnen. „Obwohl er sein Lachen verkauft hat, schlagen in seinem Herzen noch immer Mut, Hoffnung und Tapferkeit“, sagt eine Stimme aus dem Off. Eine Mischung aus Thriller und Parabel ist das Stück im Theater: Es ist sehr aufregend, enthält aber auch grundlegende Weisheiten. Als „Faust“ für Kinder hat es Theaterdirektor Thomas Birkmeir bezeichnet.

Die Schauspieler sind alle sehr gut. Die meisten Sympathien erntet naturgemäß Stefan Rosenthal als Timm, aber auch Frank Engelhardt, den die Kids schon aus „Ronja Räubertochter“ und „Der kleine Lord“ kennen. Die Inszenierung stammt vom Ensemble, also von den Schauspielern gemeinsam. Sie ist gut gemacht, weil sie viele lustige Einfälle enthält und Situationen gut veranschaulicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2019)

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