Was kostet die Welt?

Wie haben Münzen früher ausgesehen? Wer druckt eigentlich Geldscheine? In Graz kannst du rund ums Geld viel ausprobieren.

In der Ausstellung kannst du selbst (Spiel-)Geld drucken.
In der Ausstellung kannst du selbst (Spiel-)Geld drucken.
In der Ausstellung kannst du selbst (Spiel-)Geld drucken. – FRieda & FreD/Hannes Loske

Bekommst du schon Taschengeld? Manche Kinder geben es gleich für Kleinigkeiten aus, andere sparen es, um sich später etwas Größeres kaufen zu können. Wie aber gehen Erwachsene mit ihrem Geld um? Wie verdient man überhaupt Geld, was kann damit kaufen, und wieso haben manche Menschen zu wenig Geld, andere sehr viel? Im Grazer Kindermuseum FRida und freD gibt es derzeit dazu eine Ausstellung, die „Was kost' die Welt?“ heißt.

Ideal geeignet ist die Ausstellung für Kinder ab acht Jahren: Am Anfang bekommst du eine Sparkarte, die so ähnlich aussieht wie eine echte Bankomatkarte. Diese Sparkarte kannst du bei verschiedenen Stationen in Automaten stecken – und dabei zum Beispiel Geld auf ein Sparbuch legen oder in Aktien investieren. Was Aktien überhaupt sind, erfährst du dabei auch – und dass man damit zwar sehr schnell Geld verdienen, aber auch viel verlieren kann.

An mehreren Stationen kannst du Geld verdienen: Zum Beispiel, wenn du Quizfragen richtig beantwortest. Das verdiente Geld kannst du dann ausgeben: So gibt es einen kleinen Supermarkt, in dem du Obst, Duschgel oder Schokolade einkaufen kannst (keine echten Dinge, sondern aus Holz oder Plastik). Dabei musst du entscheiden, ob du die Billigmarke kaufst, die nicht so viel kostet, oder lieber die teurere Bioschokolade, die zwar teurer, aber gesünder ist.

Geld drucken. In der Ausstellung gibt es auch eine kleine Nationalbank. Hier kannst du selbst Spielgeldscheine drucken, die du mit nach Hause nehmen kannst. Nebenan erfährst du, wie Menschen früher Dinge getauscht haben, ehe Münzen erfunden wurden. Hier kannst du alte Münzen durch eine Lupe genau ansehen – und sogar selbst nach Gold schürfen!

Eine Pause kannst du bei den gemütlichen Stockbetten machen. Setz dir hier einen Kopfhörer auf – dann hörst du Geschichten über Kinder, deren Familien nicht so viel Geld haben.

Du kannst das Geld, das du während der Ausstellung verdient hast, auch spenden. Das Tolle daran: Die Spenden werden wirklich in echtes Geld umgewandelt. Damit wird Familien in Not geholfen, die zum Beispiel neue Möbel bekommen.

„Was kost' die Welt?“ ist bis Februar 2020 im Grazer Kindermuseum FRida und FreD zu sehen. Täglich außer dienstags. www.fridaundfred.at

Wusstest du schon, dass . . .

. . . du ganz leicht selbst überprüfen kannst, ob ein Geldschein echt oder gefälscht ist? Ein Beispiel: Bei einem echten 20-Euro-Schein wechselt die Farbe der Ziffer 20 links unten auf dem Schein von Grün zu Blau, wenn du den Geldschein hin- und herbewegst.


[PM2YJ]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2019)

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