Gretas große Reise

Sie macht sich Sorgen um die Zukunft unseres Planeten: Die 16-jährige Greta Thunberg spricht vor Politikern in New York.

Auf der Segeljacht Malizia II reist Greta zum UN-Klimagipfel nach New York.
Auf der Segeljacht Malizia II reist Greta zum UN-Klimagipfel nach New York.
Auf der Segeljacht Malizia II reist Greta zum UN-Klimagipfel nach New York. – (c) APA/AFP/BEN STANSALL

Vor rund einem Jahr, am 20. August 2018, beschloss die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg, an ihrem ersten Schultag nach den Sommerferien nicht in die Schule zu gehen. Stattdessen stellte sie sich mit einer selbst gebastelten Tafel vor den Schwedischen Reichstag, also das Parlament: „Schulstreik für das Klima“ stand auf dem Schild. Zunächst achtete niemand auf das Mädchen.

Doch aus den Schulstreiks, die nun jeden Freitag stattfinden, entstand eine weltweite Bewegung: Bei den „Fridays for future“ gehen weltweit zigtausende Schüler auf die Straße, um die Politiker dazu zu bringen, etwas gegen die Erderwärmung zu unternehmen. Jetzt ist Greta Thunberg so bekannt, dass viele wichtige Leuten sie eingeladen haben: Papst Franziskus, Ex-Präsident Barack Obama, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Schauspieler Arnold Schwarzenegger. Mit ihren mittlerweile 16 Jahren hielt Greta schon Reden vor dem EU-Parlament und der Pariser Nationalversammlung. Derzeit ist die Schwedin unterwegs nach New York, wo sie am UN-Klimagipfel teilnehmen will, der von 21. bis 23. September stattfindet. Dort debattieren die Vertreter der verschiedenen Staaten, welche Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden können. Weil die Jugendliche ein Vorbild sein möchte, reist sie nicht mit dem Flugzeug nach New York, sondern mit einer Segeljacht. Die Atlantiküberquerung mit Windkraft dauert rund zwei Wochen. Luxus gibt es auf dem Boot keinen: Es gibt lediglich zwei Kojen (Betten), keine Toilette und keine Küche. Das Essen wird auf einem kleinen Gaskocher zubereitet. Greta ist natürlich nicht alleine an Bord: Neben ihrem Vater und einem Filmemacher segeln zwei Rennsegler mit ihr: Boris Herrmann aus Hamburg und Pierre Casiraghi aus Monaco. Zwei Wochen auf einem Segelboot können lang werden – Greta vertreibt sich die Zeit mit Zeichnen, Spielen, Musikhören und Kniebeugen.

(c) APA/AFP/BEN STANSALL

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... Island vor kurzem den ersten Gletscher, den Okjökull, für tot erklärt hat? Auch in Österreich gibt es einen Gletscherschwund. Dieser ist eine Messgröße für den Klimawandel. Durch Treibhausgase steigt die Durchschnittstemperatur auf der Welt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2019)

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