So viel verdienten Österreichs Kulturmanager

GrafikSo viel wie der Bundeskanzler verdiente 2016 keiner der heimischen Museums- und Theaterdirektoren. Eine kam ihm mit ihrem Jahreseinkommen aber recht nahe.

Die Spitzenverdienerin in Österreichs Kulturlandschaft: Gabriele Zuna-Kratky, Langzeitdirektorin des Technischen Museums.
Die Spitzenverdienerin in Österreichs Kulturlandschaft: Gabriele Zuna-Kratky, Langzeitdirektorin des Technischen Museums.
Die Spitzenverdienerin in Österreichs Kulturlandschaft: Gabriele Zuna-Kratky, Langzeitdirektorin des Technischen Museums. – Clemens Fabry

Im Jahr 2016 verdiente man als Bundeskanzler der Republik Österreich 304.019,80 Euro. Die meisten Spitzenkulturmanager des Landes kommen zwar in die Nähe dieser Summe, halten jedoch einen gewissen Respektsabstand, wie der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes (RH) zeigt. Einzig Gabriele Zuna-Kratky, Langzeitdirektorin des Technischen Museums, hat sich an den Regierungschef herangepirscht.

So verbesserte sich das Einkommen der seit 2000 amtierenden Museumsdirektorin von 2015 auf 2016 von 264.000 auf 303.500 Euro. Auch Christian Köberl, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, kann sich im Doppel mit seinem kaufmännischen Geschäftsführer Herbert Kritscher binnen Jahresfrist im Durchschnitt über einen ordentlichen Zuwachs von 188.000 auf 217.400 Euro freuen.

Bei den meisten Kollegen und Kolleginnen fiel der Einkommensanstieg deutlich moderater aus. Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, konnte ihr Jahresbruttogehalt etwa von 281.000 (2015) auf 289.700 Euro (2016) steigern, während ihr kaufmännischer Geschäftsführer Paul Frey 242.800 Euro verdiente (nach 236.100 Euro im Jahr 2015). Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder kam auf 282.900 Euro nach 275.200 Euro 2015, während bei MAK-Chef Christoph Thun-Hohenstein ein sanfter Anstieg von 226.100 auf 227.300 Euro gezählt wird.

Flache Einkommenskurve

Auch bei den Theaterhäusern und Festspielen verlief die Einkommenskurve eher flach. Burgtheater-Chefin Karin Bergmann kam auf 194.700 Euro 2016 nach 186.800 Euro 2015, während ihr kaufmännischer Geschäftsführer Thomas Königstorfer 171.300 nach 168.100 Euro im Jahr 2015 erhielt. An der Volksoper verdiente das Duo aus künstlerischem und kaufmännischem Leiter - Robert Meyer und Christoph Ladstätter - durchschnittlich 191.300 Euro nach 190.900 Euro im Jahr zuvor, während die Staatsoperndoppelspitze aus Dominique Meyer und Thomas Platzer 2016 auf durchschnittlich 241.100 Euro kam (nach 236.000 Euro 2015). Und bei den Bregenzer Festspielen betrug das Einkommen von Intendantin Elisabeth Sobotka 191.700 Euro (189.500 2015), während ihr kaufmännisches Pendant Michael Diem auf 119.200 Euro (nach 108.000 Euro 2015) kam.

Bei drei Damen in Spitzenpositionen gab es teils ein kräftiges Minus binnen Jahresfrist. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, musste einen Rückgang auf 275.400 Euro nach 282.900 Euro im Jahr zuvor verkraften. Bei der Mumok-Doppelspitze aus Karola Kraus und ihrer kaufmännischen Leiterin Cornelia Lamprechter betrug das Durchschnittseinkommen im Jahr 2016 152.600 Euro nach 176.200 Euro 2015. Und bei der mittlerweile aus dem Amt geschiedenen Belvedere-Chefin Agnes Husslein schlugen als Einkommen im Jahr 2016, als die Diskussion um Verstöße gegen die Compliance-Richtlinien entbrannte, 220.400 Euro zu Buche - nach 256.000 Euro im Jahr 2015.

(APA/Red.)

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