Wie Spotify seine Kritiker verstummen ließ

Wir müssen Spotify bekämpfen! Solche Aufrufe hörte man vor einigen Jahren noch von Musikern wie Taylor Swift oder Thom Yorke. Mittlerweile füttern sie den Streamingdienst selbst fleißig mit ihrer Musik. Was ist passiert?

Sie wolle mit ihrem Lebenswerk nicht zu einem unfairen Experiment beitragen, sagte Taylor Swift 2014 – und zog ihre Musik von Spotify ab. Mittlerweile ist sie zum Streamingdienst zurückgekehrt und erreicht dort über 40 Millionen Nutzer pro Monat.
Sie wolle mit ihrem Lebenswerk nicht zu einem unfairen Experiment beitragen, sagte Taylor Swift 2014 – und zog ihre Musik von Spotify ab. Mittlerweile ist sie zum Streamingdienst zurückgekehrt und erreicht dort über 40 Millionen Nutzer pro Monat.
Sie wolle mit ihrem Lebenswerk nicht zu einem unfairen Experiment beitragen, sagte Taylor Swift 2014 – und zog ihre Musik von Spotify ab. Mittlerweile ist sie zum Streamingdienst zurückgekehrt und erreicht dort über 40 Millionen Nutzer pro Monat. – (c) REUTERS (MARIO ANZUONI)

Vor ein paar Jahren klang das noch ziemlich fies: Spotify sei „der letzte verzweifelte Furz einer sterbenden Leiche (sic!)“, sagte Radiohead-Sänger Thom Yorke 2013, mit der Leiche meinte er eine Musikindustrie in der Krise. Der schwedische Streamingdienst, der damals erst ein paar Jahre alt war, zahle Musikern nicht genug für ihre Arbeit, vor allem junge Künstler würden darunter leiden. Aus Protest entzog Yorke der Plattform seine Soloalben und die seiner Zweitband Atoms for Peace: „Wir müssen dieses Spotify-Ding bekämpfen.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2019)

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