Beim Essen ist Österreich keine Kulturnation

Dominiert uns die US-(Un)Kultur? Sieht man die Landesküche als Kulturgut und wertet monetär, ist Italien ganz vorn. Wir liegen weit hinten.

Symbolbild.
Symbolbild.
Symbolbild. – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Wie gerne klagen wir doch über die Übermacht der Angelsachsen! Zu viele Filme und Serien kommen aus den USA, zu viel Musik von den britischen Inseln. Dieses Sudern ist wirtschaftlich geprägt. Es geht ja um Umsätze von Kinos und Streamingdiensten (über Kleinkram wie Oper, Theater und Buch reden wir erst gar nicht). Damit ist es auch legitim, wenn nun ein Ökonom unser Weltbild auf den Kopf stellt: Joel Waldfogel im „Journal of Cultural Economics“. Die Idee hinter seiner Studie: Auch wenn wir Paella oder Sushi essen gehen, importieren wir Kultur. Er rechnet vor: Der Netto-Exportweltmeister in Sachen Küche ist klar Italien, gefolgt von Japan und Mexiko. Die USA hingegen haben, auch wenn man Fast Food einrechnet, das weitaus größte Defizit. Wohlgemerkt: Das sind keine Handelsdaten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2019)

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