China vs. Sharon Stone: Schauspielerin entschuldigt sich

Grund für das Erbeben könnte "schlechtes Karma" wegen Tibet sein, mutmaßte Sharon Stone. Ihre Aussage sei "unangemessenen" gewesen, gesteht sie nun ein.

(c) EPA (Guillaume Horcajuelo)

Die Schauspielerin Sharon Stone hat sich für ihre Äußerungen über das Erdbeben in China entschuldigt. Beim Filmfestival in Cannes sagte sie: "Ich war besorgt, wie wir mit den Olympischen Spielen umgehen sollen, weil sie nicht nett zum Dalai Lama sind, der ein guter Freund von mir ist. Dann passierte das Erdbeben und all das, und ich dachte, ist das Karma - wenn man nicht nett bist und einem widerfährt etwas Schlechtes?" Das Zitat hatte in China heftige Empörung ausgelöst. Die "unangemessenen" Worte täten ihr zutiefst leid, zitierten chinesische Medien am Donnerstag aus ihrer Entschuldigung. Diese hatte die Luxusmarke Dior, für die Stone in China wirbt, an eine Zeitung geschickt. 

Will nach Erdbeben Hilfe leisten 

Die Schauspielerin bedauere es, die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt zu haben. Sie spreche den Opfern ihre Sympathie und ihr Beileid aus. Auch bot sie ihre Mitarbeit bei der Erdbebenhilfe an. Der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, nahm die Entschuldigung "zur Kenntnis". Eine Schauspielerin solle durch ihr Handeln das Verständnis und freundschaftliche Gefühle zwischen Ländern fördern.

Stone wies dann aber noch darauf hin, dass eine tibetische Stiftung sie um Unterstützung bei der Erdbebenhilfe gebeten habe. Das Engagement der Tibeter sei ihr "eine große Lehre gewesen", dass man manchmal lernen müsse, "selbst Leuten zu dienen, die nicht nett zu dir sind".

(Ag./Red.) 

Kommentar zu Artikel:

China vs. Sharon Stone: Schauspielerin entschuldigt sich

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen