Körperkino: "Wie verspielte Kinder in Trance"

"Climax", der neue Film von Skandalregisseur Gaspar Noé, ist eine einzige Extremtanz-Performance. Ein Gespräch über Groove, Rauschmittel und das Älterwerden.

Ekstatisch: Gaspar Noé hat für seinen Film „Climax“ über 20 junge Tanztalente rekrutiert – und ihren Bewegungsenergien freie Bahn gelassen. Ab Freitag im Kino.
Ekstatisch: Gaspar Noé hat für seinen Film „Climax“ über 20 junge Tanztalente rekrutiert – und ihren Bewegungsenergien freie Bahn gelassen. Ab Freitag im Kino.
Ekstatisch: Gaspar Noé hat für seinen Film „Climax“ über 20 junge Tanztalente rekrutiert – und ihren Bewegungsenergien freie Bahn gelassen. Ab Freitag im Kino. – (c) Thimfilm

Seit seine wütenden Schockdramen „Seul contre tous“ und „Irréversible“ für Aufsehen und Empörung sorgten, gilt Gaspar Noé als Enfant terrible des französischen Kinos. Moralische Grenzüberschreitung zählt ebenso zu seinen Markenzeichen wie technische Virtuosität. Beim jüngsten Streich des Skandalfilmers blieb der Skandal aus: „Climax“ stieß bei seiner Cannes-Premiere auf fast einhellige Begeisterung. Die Handlung – eine Party eskaliert dank Drogenpunsch zum brutalen Pandämonium – ist dabei Nebensache: Im Grunde ist der Film, von einem kurzen Dialog-Intermezzo abgesehen, eine einzige, 90-minütige Extremtanz-Performance. Noé rekrutierte dafür über 20 junge (Straßen-)Tanztalente (am bekanntesten: Sofia Boutella) und ließ ihren Bewegungsenergien freie Bahn. Das Ergebnis bietet ekstatisches Körperkino par excellence; vor allem die famose Eröffnungssequenz bringt mit ihrer Hybridchoreografie zuckender, ineinanderfließender Leiber die Leinwand zum Pulsieren. „Die Presse“ traf den Regisseur während seines Viennale-Besuchs zum Gespräch.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2018)

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